China stößt im großen Stil US-Staatsanleihen ab. Zahlen des US-Finanzministeriums zufolge veräußerte die Volksrepublik im Dezember US-Staatspapiere im Wert von 47,8 Milliarden Dollar. - Dies könnte neben der Euro-Krise zu einem neuen Problem bei den Banken führen.
China hat im Dezember des vergangenen Jahres im großen Stil US-Staatsanleihen verkauft. Zahlen des US-Finanzministeriums zufolge veräußerte die Volksrepublik im Dezember US-Staatspapiere im Wert von 47,8 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 34,8 Milliarden Euro).
Der chinesische Bestand an US-Staatsanleihen ging auf 1,27 Billionen US-Dollar zurück. Dies ist der stärkste Rückgang seit Dezember 2011. China ist größter Gläubiger der Vereinigten Staaten. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt sind durch die engen Verflechtungen insbesondere auf dem Markt für Staatsanleihen stark voneinander abhängig.
Sollten sich die US-Bonds tatsächlich aufgrund des Verkaufsdrucks von China nach unten bewegen, kommt auf die Banken eine neue Krise zu. Denn US-Bonds sind praktisch mit Null Risikoabschlag in den Büchern. Sollte es hier tatsächlich zu Problemen kommen, ist eine neue Bankenkrise programmiert. Nur dieses Mal nicht aus Richtung Euro, sondern aus Richtung USA.
Dass China irgendwann seine US-Bonds verkaufen könnte und damit die USA und das Finanzsystem in die Bredouille bringen könnte, war oft Gegenstand theoretischer Diskussionen. Doch angesichts der aktuellen Verkaufswelle könnte es bald Realtität werden mit ungeahnten Folgen nicht nur für die US-Bonds, sondern auch für den Dollar.



