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Bitcoin-Crash: Mt. Gox pleite

Die ehemals größte Bitcoin-Börse der Welt, Mt. Gox aus Tokio, hat um drei Uhr in der vergangenen Nacht den Handel eingestellt. Wer die Website aufruft, sieht nur eine weiße Seite. Kurz zuvor wurde ein Dokument veröffentlicht, das angeblich die Insolvenz von Mt. Gox bestätigt. Ob dies der Wahrheit entspricht, ist derzeit nicht zu sagen. Es wäre jedoch eine logische Folge der Ereignisse der vergangenen Wochen.

 

Von Christoph Bergmann

Die einzige sichere Information ist, dass Mt. Gox seine Webseite um drei Uhr mitteleuropäische Zeit offline genommen hat. Es ist eine weiße Seite zu sehen, das grüne https von Mt. Gox existiert weiterhin. Das bedeutet, dass die Seite noch registriert ist.

Dieser Shutdown krönt allerdings eine Kette von vorhergegangenen Ereignisse, die den Verdacht, Gox sei insolvent, befeuern: Vergangenen Donnerstag hat Mt. Gox sein Büro verlassen und ist in ein anderes gezogen, das Gerüchten zufolge nur virtuell existiert. Vor einigen Tagen ist der Geschäftsführer Mark Karpeless von seinem Sitz in der Bitcoin Foundation zurückgetreten; kurz darauf hat Mt. Gox sämtliche tweets gelöscht.

In der vergangenen Nacht hat nun ein in Bitcoin-Kreisen wohl bekannter User, The Two-Bit Idiot, ein Dokument geleakt, das nicht verifiziert ist, aber auf eine seiner Sicht nach vertrauenswürdige Quelle zurückgeht. Er schrieb zunächst, das Dokument bestätige, dass Mt. Gox durch die Transaction Malleability 750.000 Bitcoins verloren habe – was mehr ist, als die zum Verkauf angebotenen Bitcoins. Kurz darauf veröffentlichte The To-Bit Idiot das Dokument mit dem Titel “MtGox Situation: Crisis Strategy Draft“. Dieses  nennt die erwähnten 750.000 verlorenen Bitcoins und stellt einen Notfallplan auf, um nicht nur Mt. Gox, sondern den Bitcoin insgesamt zu retten. In einem ersten Schritt sollen durch Arbitrage-Käufe die verlorenen Coins teilweise wieder ersetzt werden. Danach soll Mt. Gox für etwa einen Monat offline gehen und eventuell in ein anderes Land auswandern. Nachdem der Bug gefixt ist, soll Mt. Gox wieder unter dem Namen “Gox” eröffnen, mit neuen Mitarbeitern, einem neuen Management und einer neuen Serviceorientierung. Das vielleicht erschreckendste an dem Dokument, falls es denn echt ist, ist die Gegenüberstellung von Einlagen und Schulden: Mt. Gox habe gut 32 Mio. US-Dollar und 2.000 Bitcoin, schulde den Kunden aber 55.000 Mio US-Dollar und 744.408 Bitcoin. Das ergibt eine Differenz von weit mehr als 100 Millionen Dollar. Beinah zu viel, um glaubwürdig zu sein.

Etwa fünf Minuten nach dem scheinbaren Leak stellte Mt. Gox den Handel ein. Zuletzt wurden 0.986 Bitcoin zum Preis von 135 Dollar gehandelt.

Rund dreißig Minuten später veröffentlichten mehrere namhafte US-amerikanische Bitcoin-Unternehmen, darunter Coinbase und Blockchain.info, eine Pressemitteilung betreffend der Insolvenz von Mt. Gox, in der sie erklären, dass die Ereignisse um Mt. Gox nur auf die Fehler eines einzelnen Unternehmens verschuldet sind. Am Bitcoin an sich sei alles in Ordnung, es gebe hunderte ehrliche Bitcoin-Unternehmen. Die an der Pressemitteilung beteiligten Unternehmen kündigen an, in Kürze offenzulegen, dass sie sämtliche Kundeneinlagen sicher verwahren. Etwas später wird in der Pressemitteilung das Wort “Insolvenz” gestrichen, weiteren Aufschluss darüber, was mit Mt. Gox ist, gibt die Meldung nicht mehr.

Fünf Minuten später geht Mt. Gox komplett offline, es ist nur noch die erwähnte weiße Seite zu sehen.

Ob es sich hier um einen perfekt platzierten Fake handelt, der den Preis drücken soll, oder ob Mt. Gox tatsächlich über den Jordan gegangen ist, werden wir wohl erst in den kommenden Tagen erfahren. Sicher ist wohl, dass dieses Ereignis ein kräftiges und vermutlich eher negatives Medienecho finden wird. Ob es dem Vertrauen in den Bitcoin mittel- und langfristig eher schadet oder nützt, ist derzeit noch nicht zu sagen.

Auf Mt. Gox wurde in den vergangenen Tagen rund 16 Prozent des Bitcoin-Handels abgewickelt. Sollten wirklich 750.000 Bitcoins gestohlen oder verloren sein, würde dies fast 4 Prozent aller verfügbaren Bitcoins entsprechen. Würde ein Unternehmen dieser Größe im “echten” Finanzwesen pleite gehen, wäre dies ein klarer Fall für “too big too fail” und der Staat würde einspringen und die Steuerzahler an der Rettung beteiligen. In der Bitcoin-Wirtschaft, immerhin, geschieht dies nicht.

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