Die Konflikt in der Ukraine eskaliert weiter. Auf der Halbinsel Krim sind russische Militärmaschinen mit offenbar rund 2000 Soldaten gelandet. Der ukrainische Interimspräsident spricht von einer "militärischen Invasion" unter dem Deckmantel einer Übung. US-Präsident Obama richtete eine ernste Warnung an Russland.
Am Freitagabend sind angeblich rund 2000 russische Soldaten auf der ukrainischen Halbinsel Krim gelandet. Das berichten verschiedene Medien übereinstimmend. Bereits in der Nacht zum Freitag hatten Bewaffnete offenbar zwei Flughäfen auf der Krim besetzt. Der Innenminister der ukrainischen Übergangsregierung, Arsen Awakow, sprach in diesem Zusammenhang von einem "militärischen Einmarsch" russischer Soldaten.
Turtschinow zog einen Vergleich zur russischen Intervention in Georgien im Jahr 2008 - die Moskau auch unter Berufung auf die russische Volksgruppe in der Region Abchasien gerechtfertigt hatte.
Auch zentrale Knotenpunkte in der Region sollen von prorussischen Bewaffneten besetzt worden sein. Der Luftraum über der Halbinsel ist mittlerweile gesperrt. Der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, die "Aggression" gegen die Ukraine zu unterlassen. Unterdessen befasst sich der UN-Sicherheitsrat in New York mit dem Konflikt in der Ukraine.
Am späten Freitagabend richtete US-Präsident Barack Obama eine ernste Warnung an Russland. Die Vereinigten Staaten seien "zutiefst besorgt" über die Berichte einer Entsendung russischer Truppen auf die Halbinsel Krim. "Jede Verletzung der ukrainischen Souveränität hätte große Verunsicherungen zur Folge", betonte Obama. Eine militärische Intervention in der Ukraine hätte einen "Preis", sagte er weiter.



