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US-Konzerne: 2 Bio. in Steueroasen

Almunia geht gegen Steueroasen vor: Apple und Google fürchten Steuernachzahlungen. Weltweit horten US-Firmen verschiedenen Schätzungen zufolge rund zwei Billionen Dollar in Steueroasen.


Die EU steht kurz vor der Einleitung eines Verfahrens gegen einzelne Mitgliedsländer, die internationalen Konzernen wie Google und Apple dabei helfen, ihre Steuerlast in Europa zu drücken. „Wir haben Zweifel, wie dieses Instrument angewandt wird und ob es einzelnen Unternehmen gezielt Vorteile gewährt“, sagte Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. „Der gegenwärtige Zustand untergräbt die Fairness und Integrität des Steuersystems“, sagte der EU-Kommissar. „Wie können die Regierungen von den gewöhnlichen Bürgern verlangen, dass sie ihren fairen Anteil an den Steuern zahlen, wenn die großen Unternehmen dies nicht tun?“

Almunia hat laut WirtschaftsWoche deswegen eine Task Force eingerichtet und die betroffenen Länder um Stellungnahme gebeten. Dabei handelt es sich um Irland, Luxemburg, Belgien und die Niederlande. D! ie von Almunia neu eingerichtete Task Force soll nach Informationen des Magazins Max Lienemeyer leiten, einer der erfahrensten Wettbewerbsexperten der EU.

Inzwischen fürchten die Unternehmen, dass die erteilten Steuerbescheide keinen Bestand mehr haben und Steuernachforderungen in Milliardenhöhe fällig werden könnten. Allein Google soll im Steuerparadies Bermuda rund 33 Milliarden Dollar angesammelt haben, die größtenteils in Europa verdient, dort aber vom Fiskus mit äußerster Milde behandelt wurden. Apple horte sogar 111 Milliarden Dollar, die aus wenig oder gar nicht besteuerten Gewinnen überwiegend aus Europa stammen. Betroffen seien möglicherweise auch Starbucks und amerikanische Pharmakonzerne. Weltweit horten US-Firmen verschiedenen Schätzungen zufolge rund zwei Billionen Dollar in Steueroasen.
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