Schwindel mit Bio-Eiern. Weil die Bio-Hennen nicht den vorgeschriebenen Auslauf hatten, ermittelt die Staatsanwaltschaft in Rostock gegen vier Unternehmen wegen des Verdachts des Betrugs und des Verstoßes gegen das Ökolandbaugesetz.
Von Mecklenburg aus sind Millionen Öko-Eier in den Handel gelangt, die den Namen nicht verdienen. Weil die Bio-Hennen nicht den vorgeschriebenen Auslauf hatten, ermittelt die Staatsanwaltschaft in Rostock gegen vier Unternehmen wegen des Verdachts des Betrugs und des Verstoßes gegen das Ökolandbaugesetz. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof und deren Ge- schäftsführer.
Die Gruppe ist mit 14 Farmen und gut 80 Millionen produzierter Bio-Eier im Jahr einer der größten Öko-Erzeuger Deutschlands. Zu den Einzelbetrieben, gegen die ermittelt wird, gehört auch Gut Dalwitz Ei, das von Heinrich Graf von Bassewitz mit- betrieben wird, einem Spitzenfunktionär des Deutschen Bauernverbands.
Überwacht wurden die Fürstenhof-Betriebe von der mecklenburgischen Kontrollstelle Fachverein, an deren Prüfungsqualität in den letzten Monaten starke Zweifel aufkamen. In Sachsen wurden die Kontrolleure bereits von Bio-Kontrollen ausgeschlossen. Dem Fachverein, so ein interner Bericht des Landes Sachsen, fehle die „fachliche und sachliche Kompetenz“ für Öko-Kontrollen.



