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Pensionsfonds: 85% droht Konkurs

Studie des Hedgefonds-Managers Bridgewater Associates: 85 % der Pensionsfonds droht innerhalb von 30 Jahren die Pleite. Viele Rentenfonds gehen davon aus, dass sie Jahresrenditen von 7 % bis 8 % erzielen werden – eine Illusion mit tragischen Folgen.  Einzige Rettung: Gold.

 

Die „Zeitbombe der Altersversorgung“ tickt unaufhörlich, und die Gesellschaft ist darauf jeden Tag weniger vorbereitet. Wieder zeigt ein Bericht, dass das staatliche Rentensystem der USA in großen Schwierigkeiten steckt. Diesmal stammt der Report vom renommierten Hedgefonds-Manager Bridgewater Associates.

 

Der Studie zufolge werden die öffentlichen Pensionsfonds in den kommenden Jahren aufgrund der fast bei Null liegenden Zinssätze und der finanziellen Repression einen jährlichen Ertrag von 4 % oder darunter erzielen. Dies wiederum würde für 85 % der Rentenfonds innerhalb von 30 Jahren den Konkurs bedeuten, warnt die Studie.


Laut Bridgewater besitzen die öffentlichen Rentensysteme inzwischen zu investierende Vermögenswerte in Höhe von nur 3 Billionen Dollar, um Rentenbezüge von 10 Billionen Dollar in den kommenden Jahrzehnten auszahlen zu können. Dem Bericht zufolge würden die Fonds jährliche Anlagerenditen von etwa 9 % erzielen müssen, um diese Verbindlichkeiten erfüllen zu können.


Viele Rentenversicherungen gehen davon aus, dass sie Jahresrenditen von 7 % bis 8 % erzielen werden – eine viel zu hoch gesteckte Erwartung. Aber selbst wenn sie diese Renditen im besten Fall erreichen, werden sie laut Bridgewater vor einem Defizit von 20 % stehen.


Bridgewater hat eine Reihe unterschiedlicher Marktbedingungen untersucht und in 80 % der Szenarien festgestellt, dass die Rentenfonds innerhalb von 50 Jahren zahlungsunfähig sein werden.


Aus einem vom Rockefeller Institute of Government Anfang des Jahres veröffentlichten Bericht geht hervor, dass nationale und regionale staatliche Altersversorgungssysteme vor erheblichen Problemen stehen.


„Schlechte Anreize und unzulängliche Regelungen erlaubten das Entstehen einer Unterdeckung in der öffentlichen Altersversorgung“, so die Studie. „Sie verdecken die wahren Kosten der Rentenbezüge und unterstützen eine Unterdeckung, nicht ausreichende Beitragszahlungen und eine übermäßige Risikobereitschaft und verleiten dadurch Rentenverwalter und staatliche Geldgeber zu potenziell destruktiven Mythen und Missverständnissen.“


Wahrscheinlich werden viele Rentenfonds mittelfristig insolvent werden, und diese Krise gewinnt möglicherweise schneller an Bedeutung, als die Bridgewater-Studie vermuten lässt.


Der traditionelle Anlagemix der Rentenfonds aus Aktien und Anleihen wird in den kommenden Jahren unter Umständen nicht die erwarteten Renditen bringen, da viele Aktienmärkte nach den liquiditätsgetriebenen Anstiegen der vergangenen Jahre anscheinend überbewertet sind. Zudem bieten Anleihen Renditen auf Rekordtiefständen bei Rekordhöchstpreisen und können in den kommenden Jahren nur an Wert verlieren.


Rentenrückstellungen in Gold sind außergewöhnlich niedrig auf internationaler Ebene, und dennoch spielt Gold auf lange Sicht eine wichtige Rolle bei der Erhaltung und Steigerung von Rentenvermögen.


Die übermäßige Konzentration der Rentenfonds auf Papiervermögenswerte und eine fehlende Diversifizierung sind Rentenberechtigten in den vergangenen Jahren teuer zu stehen gekommen. Auch in den nächsten Jahren wird sich dies mit ziemlicher Sicherheit fortsetzen.

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