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Deutsche Bank: Devisenchef geht

Deutsche Bank: Oberster Devisenchef verlässt das Institut. „Kevin Rodgers hat die persönliche Entscheidung getroffen, sich aus der Bankenbranche zurückzuziehen, um andere Ziele zu verfolgen – darunter akademische und musikalische."


Mitten in den laufenden Untersuchungen um Währungsmanipulationen verlässt der weltweite Devisenchef Kevin Rodgers die Deutsche Bank. Das berichtet das Handelsblatt (Dienstagausgabe). „Kevin Rodgers hat die persönliche Entscheidung getroffen, sich aus der Bankenbranche zurückzuziehen, um andere Ziele zu verfolgen – darunter akademische und musikalische. Er hat uns Anfang dieses Jahres über seinen Rücktritt informiert und wird die Bank nach einer Übergangszeit im Juni verlassen“, teilte eine Sprecherin der Bank auf Anfrage mit.

Rodgers hat seit Mitte 2012 die Verantwortung für das weltweite Devisengeschäft. Er kam 1999 durch die Fusion mit dem US-Institut Bankers Trust zur Deutschen Bank und war jahrelang im Devisen- und Derivatehandel tätig. Bevor der Brite Investmentbanker wurde, startete er eine Karriere als Musiker mit der Band Happy Refugee, die bis heute existiert.

Rodgers Weggang kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Deutsche Bank intern untersucht, inwiefern Mitarbeiter des Hauses in die Manipulation wichtiger Richtwerte im Devisenmarkt verwickelt sind. Das Haus zählt zu den Top Vier im weltweiten Devisenhandel. Zuletzt hat das Institut eine Mitarbeiterin in Singapur suspendiert. Zuvor waren drei Händler in New York entlassen worden. Ihnen werden Verfehlungen zur Last gelegt, die bis in die Amtszeit der aktuellen Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen hineinreichen. Bisher hat die Deutsche Bank rund ein Drittel der E-Mail- und Chat-Kommunikation ihrer Devisenhändler untersucht, heißt es im Umfeld des Vorstands. Finanzkreise betonen, Rodgers Weggang stehe in keinem Zusammenhang mit dem Devisenskandal.
 
 
Die Deutsche Bank hatte heute Zahlen vorgelegt, die vom Markt positiv interpretiert wurden. Deshalb gings im Bankensektor hoch. Auch die Commerzbank zählte zu den Gewinnern des Tages. Allerdings belastet insbesonder bei der Deutschen immer noch die Frage nach dem Ausmaß der geplanten Kapitalerhöhung. Auch bei der Commerzbank gibt es Gerüchte, dass frisches Geld benötigt wird.
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