Der Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist tot. Die Anschuldigungen und Untersuchungen durch die Staatsanwaltschaft setzten ihm offenbar zu stark zu. Er starb heute im Alter von 81 Jahren, wie sein Sprecher bestätigte.
Der Kunstsammler Cornelius Gurlitt ist tot. Er starb heute, Dienstag, am späten Vormittag im Alter von 81 Jahren, wie sein Sprecher Stephan Holzinger der dpa bestätigte. Gurlitt, der Sohn des NS-nahen Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, war seit Monaten schwer krank und stand unter Betreuung. Bekannt wurde er durch den umfangreichen Fund seiner Kunstsammlung in seiner Münchner Wohnung im Februar 2012.
Die Staatsanwaltschaft hatte insgesamt 1280 Bilder in seiner Münchner Wohnung beschlagnahmt und wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung einbehalten. Dazu zählten Werke von Pablo Picasso, Marc Chagall, Henri Matisse, Max Beckmann und Emil Nolde. Auch im Salzburger Haus von Gurlitt wurden 238 Kunstwerke gefunden.
Bald stand die Sammlung unter dem Verdacht, Raubkunst zu sein. Der zunächst kolportierte "Milliardenwert" der Kunstfundes wurde immer mehr reduziert, gleichzeitig wuchs die Kritik an den Behörden. Der größte Teil dürfte sich rechtmäßig in Gurlitts Besitz befinden, eine Rückgabe möglicher "Raubkunst" scheint gesetzlich überaus schwierig. Nach anfänglicher Weigerung hatte sich Gurlitt zuletzt dazu bereit erklärt, geraubte Bilder ihren rechtmäßigen Erben zurückgeben zu wollen.



