Offenbar spioniert die NSA auch Banken aus. Damit steht der Angriff auf Credit Suisse und BNP in einem ganz neuen Licht. Greenwald: "Man muss sehr naiv sein, zu glauben, das täten sie nicht, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen."
Laut Aussagen des Snowden-Freundes Glenn Greenwald spioniert die NSA auch Banken aus. Es gebe großes Interesse an Banking und Geldflüssen. - Es ist davon auszugehen, dass die NSA nicht nur Kontostände von Einzelpersonen überwacht, sondern auch Strategien der Geldhäuser. Da die Infos offenbar weitergeleitet werden, könnten US-Banken im internationalen Börsen-Casino damit ungeahnte Vorteile erlangen.
Vor diesem Hintergrund erscheinen auch die Klagen gegen europäische Banken in einem ganz neuen Licht. Derzeit steht die französische BNP im Feuer, welche in den USA rund 10 Mrd. Dollar Strafe zahlen soll, weil angeblich Sanktionen umgangen wurden. Zuvor wurde die schweizer Credtit Suisse zu einer Milliardenstrafe verurteilt.
Glenn Greenwald im schweizer Tagesanzeiger:
Verbürgt ist, dass die Schweiz mit US-Nachrichtendiensten wie der CIA zusammenspannt.
US-Dienste zeigen – unter anderem – grosses Interesse an Banking und Geldflüssen.
Darüber steht wenig in Ihrem Buch.
Es gibt Hinweise in den Dokumenten, dass die NSA das Schweizer Bankensystem ausspioniert. Erst muss man diese Unterlagen genauer auswerten.
Die US-Regierung erklärt, sie führe keine Wirtschaftsspionage durch. Sie spioniere nur, um die Sicherheit zu erhöhen.
Die USA sagen, dass sie wirtschaftliche Informationen nicht an Unternehmen weiterleiten. Fakt ist, dass die NSA gezielt einzelne Branchen aushorcht, oft die Konkurrenten von US-Unternehmen. Man muss sehr naiv sein, zu glauben, das täten sie nicht, um wirtschaftliche Vorteile zu erlangen.



