Hollande verwies darauf, dass die BNP Paribas eine führende Bank der Eurozone sei. Deswegen könnten die Sanktionen sogar finanzielle und wirtschaftliche Konsequenzen für die gesamte Währungsgemeinschaft haben.
Beobachter sorgten sich bei BNP Paribas, dass die Führung nicht genügend Geld zurückgelegt hat, um die womöglich heftigen Strafen der US-Behörden zu begleichen, sagt einer der Insider. Im Februar hatte die Bank mitgeteilt, dass sie 1,1 Milliarden Dollar für Strafzahlungen zurückgelegt habe.
Die systemischen Implikationen, welche bei der Verurteilung der BNP auftreten können, werden von den Medien kaum gewürdigt. BNP gehört zu den fünf größten Banken der Welt. Sollte die die Bank aufgrund des Urteils in Schwierigkeiten geraten oder gar untergehen, dann geht Frankreich mit unter, heißt es in gut informierten Kreisen. Dies würde unweigerlich ein Bruch der Eurozone bedeuten und eine Gefahr für das weltweite Geldsystem herbeiführen. Ähnliches würde passieren, wenn die USA der BNP den Status als Primary Dealer bei der Fed entziehen. Damit würde für Frankreich eine wichtige Quelle für Dollarrefinanzierungen wegbrechen. Folge: Das Licht geht sofort aus.



