Weiterhin Gegenwind für Gold und Silber seitens der spekulativen Finanzinvestoren. Wie aus der letzten CFTC-Statistik ersichtlich wurde, sind die spekulativen Finanzinvestoren den beiden Edelmetallen gegenüber zunehmend pessimistisch eingestellt.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold und Silber handeln am Morgen weitgehend unverändert bei rund 1.255 USD je Feinunze bzw. knapp über 19 USD je Feinunze. Wie aus der letzten CFTC-Statistik ersichtlich wurde, sind die spekulativen Finanzinvestoren den beiden Edelmetallen gegenüber zunehmend pessimistisch eingestellt.
In der Woche zum 3. Juni wurden im Falle von Gold die Netto-Long-Positionen um ein Drittel auf 38,2 Tsd. Kontrakte reduziert, den tiefsten Stand seit 19 Wochen. Dies war zugleich der vierte Wochenrückgang in Folge und erneut auf einen starken Aufbau von Short-Positionen zurückzuführen. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Silber.
Hier bestehen mittlerweile rekordhohe Short-Positionen, so dass auch die Netto-Short-Positionen auf nunmehr 7,6 Tsd. Kontrakte ausgeweitet wurden – der höchste Wert seit Beginn der Datenreihe Mitte 2006. Seitens der spekulativen Finanzinvestoren weht den Gold- und Silberpreisen also weiterhin Gegenwind ins Gesicht. Im Gegensatz zu Gold und Silber legen Platin und vor allem Palladium weiter zu – Letzteres erklimmt mit knapp 850 USD je Feinunze sogar den höchsten Stand seit Februar 2011.
Im südafrikanischen Platinminenstreik ist offenbar der Vermittlungsversuch des neuen Bergbauministers gescheitert. Nachdem gestern eine weitere Verhandlungsrunde ergebnislos beendet wurde, ist die ministerienübergreifende Taskforce, welche die Gespräche geleitet hatte, aufgelöst worden. Beide Parteien überprüfen nun ihre weitere Vorgehensweise, ein baldiges Ende des Streiks scheint nicht in Sicht.



