Russische Entwickler bauen Roboter mit künstlicher Intelligenz: Erstmals hat ein Computer-Programm mit dem menschlichen Namen "Eugene Goostman" den Turing-Test bestanden und einer Jury aus 30 Personen glaubwürdig vorgegaukelt, es sei ein Mensch.
Können Computer kommunizieren wie Menschen? Der russische Ingenieur Wladimir Weselow und sein ukrainischer Kollege Jewgeni Demtschenko haben als Erste in der Geschichte eine Software entwickelt, die sich erfolgreich für einen Menschen ausgeben konnte – sie bestand den Turing-Test.
Das Programm hat eine Jury überrumpelt, die aus Mitgliedern der Londoner Königlichen Gesellschaft und Wissenschaftlern der britischen University of Reading bestand.
Im Laufe des Experiments unterhielten sich die Schiedsrichter mit einem für sie unbekannten Gesprächspartner. Der Kunstintellekt gab sich für einen 13-Jährigen Ukrainer aus und sprach wie ein normales Kind, das zwar auf vielen Gebieten beschlagen war, sich dabei jedoch nicht in Details auskannte, die an seiner „Menschlichkeit“ könnten zweifeln lassen.
Die "Welt" kommentiert zur Nachbildung menschlichen Verhaltens durch Computer:
„Die Echtzeit-Weltordnung“
Am Pfingstwochenende hat erstmals ein Computerprogramm den sogenannten Turing-Test für die Nachbildung menschlichen Verhaltens bestanden. Der Test erfordert, dass ein Computer während eines fünf Minuten dauernden Dialogs aus Textbotschaften den menschlichen Gesprächspartner bei 30 Prozent der Fragen und Antworten gezielt hinters Licht führt, also menschliches Gefühlsverhalten und Täuschungsanfälligkeit erkennt. Mit dem Durchbruch vom Wochenende, der Simulation eines Menschen durch einen Computer, wird die Möglichkeit real, dass die Meldung nicht an Menschen geht, sondern an eine Maschine, die eigene Interessen verfolgt. Der Mensch hat sich wieder einmal selber überlistet. Nun braucht er Vertrauen in seine Fähigkeit, auch hier einen Ausweg zu finden.



