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WM-Korruptions-Sumpf: Fifa-Boss trifft Mafia-Paten

Deutschen Sicherheitsbehörden liegt in Fifa-Korruptionsaffäre brisantes Foto vor. Treffen zwischen Sepp Blatter und Mafia-Boss in Moskau dokumentiert. - 63 Prozent der Deutschen glauben, dass bei der WM-Vergabe an Russland und Katar manipuliert wurde.


In der Korruptionsaffäre um die WM-Vergabe an Russland (2018) gibt es eine Spur zur Russen-Mafia. In den Akten deutscher Sicherheitsbehörden findet sich nach Informationen von BILD am SONNTAG ein brisantes Fotodokument. Es zeigt Fifa-Präsident Sepp Blatter und Alimsan Tochtachunow, der von Interpol mit internationalem Haftbefehl gesucht wird. Ihm wird unter anderem Betrug, illegale Wetten und Korruption bei Sportveranstaltungen vorgeworfen. Das Treffen fand im Januar 2005 im "China-Club" in Moskau statt.


Die deutschen Spezialisten für Organisierte Kriminalität (OK) stufen Tochtachunow, der mehrere Jahre in Deutschland lebte, als einen der führenden Köpfe der Russen-Mafia ein. Er gilt demnach als Spezialist für Sport-Korruption.


Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden spielte der gebürtige Usbeke bereits bei der Vergabe der Winter-Olympiade 2014 an das russische Sotschi möglicherweise eine Rolle. Der 65-Jährige saß im Juli 2006 mit am Tisch, als Vertreter der russischen Regierung und der Mafia in München über die Vergabe der Winterspiele berieten.


Damals sollen die Russen verabredet haben, den Hauptrivalen Salzburg durch massiven Druck auf dessen Bewerbungschef Fedor Radmann zu schwächen. Radmann, ein Vertrauter von Franz Beckenbauer, trat kurz darauf überraschend zurück. Sotschi erhielt 2007 den Zuschlag für die Winterspiele.


Tochtachunow soll bereits bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City die Entscheidung im Eiskunstlauf durch Bestechung beeinflusst haben.


Fifa-Präsident Blatter sagte zu BamS: „Ich werde auf Tausenden Bildern mit Dritten abgebildet, ohne dass ich die Leute immer gleich kennen muss. An diesen Herrn kann ich mich nicht erinnern.“


Derzeit überprüft die Ethik-Kommission der Fifa, ob bei der Entscheidung für Russland als Austragungsort der WM 2018 Korruption oder Erpressung im Spiel war. 63 Prozent der Deutschen glauben, dass bei der WM-Vergabe an Russland und Katar (2022) manipuliert wurde. Das ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag von BILD am SONNTAG.

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