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Regierung: Deutsches Gold bleibt in USA

Trotz der Zweifel an der Lagerung beschließt die deutsche Regierung, ihre Goldreserven in den USA zu lassen. Haushaltspolitischer Sprecher Barthle (CDU): "Die Amerikaner passen gut auf unser Gold auf".

 

Achtung: Es handelt sich offenbar um eine Falschmeldung. Stellungnahme und Richtigstellung HIER

Die deutsche Bundesbank besitzt mit rund 3386 Tonnen die zweitgrößten Goldreserven der Welt, schreibt Steffen Grosshauser von BullionVault. Vor allem zu Zeiten des rasanten wirtschaftlichen Aufschwungs während des deutschen Wirtschaftswunders in den 1950ern stockte Deutschland seine Bestände enorm auf.

 

Aufgrund Deutschlands Nachkriegsgeschichte befindet sich der größte Teil davon in den Tresoren der US-Notenbank in New York, um im Falle einer Währungskrise das Edelmetall gegen US-Dollar verkaufen zu können. Zudem wollte man während des Kalten Krieges das Gold fern von der damaligen Sowjetunion aufbewahren.

 

Der Rest der Bestände befindet sich seitdem in London, Paris und der Frankfurter Zentrale der Deutschen Bundesbank.

 

Zweifel an der Sicherheit

Während der Eurokrise kamen jedoch Zweifel an der Sicherheit des im Ausland gehaltenen Edelmetalls auf. Außerdem befürchteten Kritiker, dass sich das Gold nicht mehr im Tresor der Fed befinden oder inzwischen durch minderwertiges Gold ersetzt worden sein könnte, weswegen eine Bürgerinitiative gegründet wurde, um die gesamten Goldreserven im Wert von rund 100 Mrd. Euro „heim“ zu holen. Auch die Partei „Alternative für Deutschland“ machte sich für eine Repatriierung stark.

 

Auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch befasste sich in 2012 der Bundesrechnungshof mit den Gerüchten. Dessen abschließender Bericht verstärkte den Druck auf die Bundesregierung, ihre Bestände einer Inventur zu unterziehen und Gutachter nach New York zu senden, um Stichproben der Goldbarren zu nehmen.

 

Auch der CDU-Politiker Philipp Mißfelder argumentierte, Deutschlands gesamte Reserven aus dem Ausland abzuziehen. Letztendlich wurde die in Basel ansässige Bank für internationalen Zahlungsausgleich mit der Anfertigung der entsprechenden Verträge für den Transport anvertraut.

 

Der eigentliche Rücktransport begann im Herbst vergangenen Jahres. So wurden 5 Tonnen Gold aus New York sowie 32 Tonnen aus der Banque de France in Paris nach Frankfurt gebracht. Aufgrund der europäischen Einheitswährung betrachtete man nun die Notwendigkeit der Lagerung in Paris als obsolet. Wiederum sollten die bei der Bank of England gelagerten Bestände nicht angerührt werden.

 

Ursprünglich sollte die Hälfte der gesamten Edelmetalls bis spätestens 2020 zurück in Deutschland sein. Jedoch kam es bereits im ersten Jahr zu starken Verzögerungen bei der Rückholung, was Bundesbank-Präsident Jens Weidmann damit begründete, dass die bei der Fed gelagerten Goldbarren nicht mehr den Standards des internationalen Goldmarktes entsprächen und von daher zuerst eingeschmolzen und neu gegossen werden müssten.

 

Die 180-Grad-Drehung

Nun rückt die derzeitige Regierung überraschend von dem Vorhaben ab. Laut eines Berichts von Bloomberg kam die Große Koalition unter der Führung Angela Merkels jetzt zu der Erkenntnis, dass „die Amerikaner gut auf unser Gold aufpassen“, wie der haushaltspolitische Sprecher der CDU Norbert Barthle verkündete.

„Es gibt absolut keinen Grund für Misstrauen. - Die Amerikaner passen gut auf unser Gold auf."

 

Auch Jürgen Hardt, der Beauftragte der Bundesregierung für deutsch-amerikanische Beziehungen, stimmt zu, dass seiner Meinung nach „die Goldreserven da sein sollten, wo sie notfalls auch gebraucht werden“.

 

Somit soll nach jahrelangem Gerangel der Fall um die deutschen Goldreserven nun ad acta gelegt werden. Peter Boehringer, Mitbegründer der Initiative „Holt unser Gold heim!“, propagiert zwar nach wie vor die vollständige und unabhängig testierte Kontrolle des Goldes, räumt jedoch ein, dass die Kampagne bis auf Weiteres ruhen werde.

www.bullionvault.de

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