Die Börse in Dubai ist seit Anfang Mai im Niedergang. Der Absturz beschleunigte sich in den letzten Tagen. Die Bauholding Arabtec steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, der Kurs halbierte sich. Das könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs in der Wüstendiktatur sein. - Ein böses Omen für die globalen Aktienmärkte?
Die Börse in Dubai erlebte am Dienstag einen handfesten Crash. Der Aktienindex DFM General brach in der Spitze um fast neun Prozent ein. Es war der größte Absturz seit dem Jahr 2008. Insgesamt verlor die Börse in Dubai seit Anfang Mai rund 30% - der Anfang vom Ende im Wüstenemirat?
Kann der Dubai-Crash als ein Menetekel für die globalen Märkte gesehen werden? Im Jahr 2008 war der Golf-Staat eine Art Vorbote der globalen Finanzkrise, weil die Immobilienbubble natürlich auf heißen Schuldsand aufgebaut wurde. Dass dies irgendwann zum Problem werden würde, war abzusehen.
Schon lange bevor Griechenland Finanzhilfe beantragen musste, schlitterte Dubai 2008 fast in den Staatsbankrott und konnte sich nur mit groben Lügen retten. Dies könnte sich nun rächen. Doch die Frage laugtet: Wiederholt sich nun die Geschichte, stehen auch den globalen Börsen turbulente Wochen bevor?
Typisch für das Wüstenemirat: Der Immobilienmarkt war Auslöser für den Ausverkauf. Eines der größten Unternehmen in dem Bereich, die Bauholding Arabtec steckt offenbar in ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Die Aktie von Arabtec haben allein in diesem Monat rund die Hälfte ihres Werts verloren und damit dem Index mit nach unten gezogen. Der Dubai Aktien-Index verlor allein am Dienstag rund 8%. Anleger befürchten, dass die Bauparty in den arabischen Staaten vorbei sei – speziell der Immobiliensektor in Dubai vor einem Absturz stehe.
Der Arabtec-Kurssturz wäre wohl noch dramatischer ausgefallen, wenn die Börse nicht eine Maximalbegrenzung von zehn Prozent an drei aufeinanderfolgenden Handelstagen kennen würde. Auslöser für die Turbulenzen sind Medienberichte über Entlassungen beim Unternehmen.



