Hollywood schwärmt, doch wie riskant ist die moderne Lasertechnologie? Vor- und Nachteile im Vergleich
Viele Hollywood-Stars schwärmen von ihrer Behandlung der Sehschwäche durch Lasertechnik. Von Sportlern wie Tiger Woods und LeBron James bis hin zu Schauspielern wie Brad Pitt und Nicole Kidman sind die Prominenten begeistert von den Eingriffen an ihren Augen. Sängerin Jessica Simpson ist sogar so überschwänglich, dass sie den Eingriff mit einer Heilung von Gott vergleicht. Doch wie ungefährlich ist der Eingriff am Auge mithilfe eines Lasers? In Deutschland gibt es pro Jahr laut Stiftung Warentest rund 50.000 Laserbehandlungen. Viele Menschen mit Sehschwäche sehnen sich danach, ohne Hilfsmittel einwandfrei sehen zu können. Ob es wert ist, sich für diesen Wunsch auf den OP-Tisch zu legen, wird im Folgenden argumentiert.
Vorteile: Eine Behandlung ist schnell und beinahe schmerzlos möglich
Zu den drei Hauptmethoden der Laserbehandlung zählen LASEK, LASIK und FEMTO-LASIK. Jede dieser Eingriffsweisen hat wiederum andere Verfahren und Methoden, die sich von der Grundmethode ableiten oder weiterentwickelt wurden. Die Auswahl der richtigen Methode hängt jeweils ab von dem Patienten, dessen Augenbeschaffenheit und dem vorliegenden Sehfehler, der behoben werden soll. Ein Facharzt klärt in einem intensiven Gespräch, welche Methode am besten ist. Doch welche Vorteile hat das Lasern im Vergleich zu den handelsüblichen und gewöhnlichen Sehhilfen? Bei Brillen und Kontaktlinsen wird die Sehschwäche nur dann behoben, wenn der Betroffene die Sehhilfe benutzt, also nur zeitweise. Zudem müssen diese regelmäßig ausgewechselt und erneuert werden, sodass lebenslange Kosten auf den Patienten zukommen. Der Lasereinsatz an sich dauert nur wenige Minuten und ist beinahe schmerzfrei. Je nach Erfolg kann das Ergebnis von lebenslanger Dauer sein. Im bestmöglichsten Fall wird die Ursache des Sehfehlers behoben und die Sehfähigkeit des Patienten verbessert oder komplett wiederhergestellt. Größter Zweifel bei vielen ist die Angst vor dem Erblinden. Die Spezialisten für Augenlaser-Behandlungen von Smileeyes versichern jedoch, dass dies nicht passieren kann.
Nachteile: Die Kosten für die Behandlung werden nicht von der Krankenkasse übernommen
Die Augen gehören zu den wertvollsten Körperteilen des Menschen. Nur durch sie kann er seine Umwelt wahrnehmen und sich sicher zurechtfinden. Generell ist es so, dass alle operativen Einsätze nie gänzlich risikofrei sind. Eine der größten Gefahren nach einer Augenbehandlung mit Lasereingriff ist das Infektrisiko. Dieses lässt sich zwar in Grenzen halten, jedoch nicht komplett vermeiden. Weitere Gefahr besteht darin, dass sich die Hornhaut auch nach Wochen des Eingriffs lösen, verschieben oder wölben kann. Dann ist ein erneuter Eingriff notwendig. Eine weniger extreme Folge wären trockene Augen, die mit Augentropfen behandelt werden können, erschwerte Nachtsicht oder eine erneute Verschlechterung der Sehstärke zu einem späteren Zeitpunkt. Gerade letzteres passiert häufig bei Patienten in höherem Alter. Generell kann man sagen, je höher die zu behandelnde Sehstärke ist, desto mehr steigt das Risiko für Komplikationen, denn der Kompliziertheitsgrad des Eingriffs nimmt zu. Bei der erhöhten Risikogruppe muss individuell abgestimmt werden, ob ein Eingriff sinnvoll ist. Zur Risikogruppe gehören nicht nur Patienten mit hoher Sehstärke, sondern auch die mit Erkrankungen wie Grauem oder Grünem Star, Durchblutungsstörungen oder einer krankhaften Bildung der Horn- und Netzhäute. Hierfür sind sehr spezielle Vorsorgeuntersuchungen relevant sowie besonders intensive Beratungsgespräche. Immer ausgeschlossen für eine Augenbehandlung mit Laser sind Kinder und Jugendliche, denn bis zum 17. Lebensjahr wächst das Auge noch. Ein Eingriff könnte zu lebenslangen Schäden an Netz- und Hornhaut führen. Weiterer Nachteil ist, dass die Kosten häufig komplett vom Patienten übernommen werden müssen. Dazu gehören nicht nur der Preis der Behandlung, sondern auch die Kosten für Vor- und Nachsorgeuntersuchungen sowie für Beratungsgespräche. Die Gesamtkosten können sich auf mehrere Tausend Euro belaufen. In der Regel kommt weder die gesetzliche noch die private Krankenkasse oder eine Zusatzversicherung dafür auf. Natürlich gibt es auch hier einige wenige Ausnahmen. Schwierig ist außerdem, dass es keine übergreifenden Erfolgsquoten gibt. Zwar ist dies damit erklärbar, dass es immer auf den vorliegenden Fall ankommt, dennoch erschwert es dem Pateinten die Entscheidung für oder gegen eine Augenlaser-Behandlung.
Entscheidung: Ein Entschluss kann nur mit einem Facharzt gefällt werden
Allgemein muss sich jeder Patient von einem Facharzt beraten lassen, der zuerst die Zustimmung geben muss, dass eine Laserbehandlung stattfinden darf. Dann erst kann der Patient die Kosten und die nicht hundertprozentige Erfolgschance mit einem Leben ohne Sehhilfe abwägen und sich individuell entscheiden.
Pro Lasereingriff
- Sehhilfen beheben Schwäche nur zeitweise
- Sehhilfen müssen regelmäßig erneuert werden - Kosten
- Eingriff ist schnell
- Eingriff ist nahezu schmerzfrei
Contra Lasereingriff
- Infektrisiko
- Hornhautablösung
- hohe Kosten, keine Beteiligung der Krankenkassen
- keine übergreifenden Erfolgsquoten



