US-Sicherheitsexperte Brzeziński findet Aufregung über Spionageaffäre "albern". Berlin und Washington müssten gemeinsam Antworten auf die „russische Aggression“ in der Ukraine finden.
Der US-Sicherheitsexperte Zbigniew Brzeziński mahnt die Deutschen, in der Spionageaffäre die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Zwar bedauert er im Interview mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe)das „ungeschickte“ Verhalten der USA, doch die Aufregung darüber sei angesichts der ernsten globalen Herausforderungen „fast ein bisschen albern“. Berlin und Washington müssten gemeinsam Antworten auf die „russische Aggression“ in der Ukraine finden.
Damit reagierte der frühere Sicherheitsberater von Präsident Jimmy Carter auf einen Gastbeitrag seines Vertrauten Hans-Dietrich Genscher, der die „Umtriebe amerikanischer Dienste“ im Handelsblatt scharf kritisiert hatte. Die Amerikaner hingen dem unilateralen Moment hinterher, argumentiert Genscher, dem historischen Augenblick nach dem Kalten Krieg, in dem ihre globale Hegemonie unumstritten war. Doch die Welt verändere sich, eine kooperative Ordnung entstehe.



