AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Arbeit und Müßiggang, Fleiß und Faulheit

Ein Pamphlet wider die impertinente Diskriminierung der Müßigen und „Faulen“, eine Apologie der Kreativen und Künstler, Dichter und Denker, Erfinder und Philosophen und ein Appell an Mäzene.


Von Norbert Knobloch

In der Welt des modernen Monopol-Kapitalismus der trans- und supranationalen Hochfinanz herrschen der „Terror der Ökonomie“ und die „Diktatur des Profits“, so zwei Buchtitel der französischen Autorin Viviane Forrester (1925 – 2013). Geld regiert die Welt und bestimmt das Schicksal des Menschen – wie einst Gott. Geld hat Gott verdrängt. Geld ist der „Gott“ des Kapitalisten, aber es ist ein böser Gott, es ist ein Dämon, der Dämon „Mammon“ (mammon, aramäisch: mythische Personifizierung des Reichtums), dessen Priester, die Politiker und Ökonomen, Eigennutz und Selbstsucht, Habgier und Egoïsmus predigen. Von ihm ist er besessen, und ihn betet er an. Zins und Zinseszins sind sein Götze, und sein Goldenes Kalb ist der Profit. „In God We Trust“ („Auf Gott vertrauen wir“) steht denn auch, Gott lästernd und jeden wirklich religiösen Menschen geradezu verhöhnend, so bezeichnend wie folgerichtig auf jeder Münze und auf jedem Schein des (wertlosen) US-Dollars. Die (satanische) „Religion“ des Monopol-Kapitalisten ist die „(Un-) Freie Marktwirtschaft“, seine „Kirchen“ und „Tempel“ sind die Banken und die Börse (wie ja umgekehrt in der Antike die Tempel Athens, Roms und Judäas zugleich Wechselstuben und Leihhäuser waren!), und seine „Sekten“ sind die multinationalen Konzerne, Kartelle, Syndikate und Trusts.

 

Statt der einstmals sieben Todsünden (Stolz, Gier, Lust, Neid, Völlerei, Zorn, Faulheit) gibt es nur noch eine einzige: Armut. Gebüßt wurde dafür bis ins 20. Jahrhundert nicht in einer fiktiven jenseitigen Hölle, sondern in der sehr realen diesseitigen, irdischen Hölle der Armenhäuser, die Gefängnisse und Arbeitslager zugleich waren, und wird heute in den Slums der Mega-Metropolen, Sozialsiedlungen der Städte und Gefängnissen, in denen immer noch so gut wie unbezahlte Zwangsarbeit (sic!) verrichtet werden muß, unserer Tage. Armut wird mit „Faulheit“ gleichgesetzt und gilt als schwerste „moralische Verfehlung“, ja als „Sünde“; sie wird als „selbstverschuldet“ angesehen und verschafft dem Betroffenen, also dem Opfer, nicht nur wirtschaftliche, sondern auch noch soziale Nachteile und psychische Probleme. Arbeitslosigkeit als Stigma: Arbeit ist gleich „Gottesdienst“, und wer arbeitslos geworden ist, muß gottlos sein; deshalb wird er „exkommuniziert“, das heißt, zwangsweise aus der Gesellschaft ausgeschlossen und an der Teilnahme am öffentlichen Leben gehindert („Hartz IV“!). Der Schuldner ist ein „ungläubiger“ Ketzer, der im Auftrag des modernen Gläubigers, der an die Stelle des altmodischen Gläubigen getreten ist, vom heutigen „Großinquisitor“, dem Gerichtsvollzieher, verfolgt und „zwangsgeläutert“, das heißt gepfändet wird.

 

Zu verdanken haben wir das dem böswilligen oder dummen Mißbrauch der falsch und aus dem Zusammenhang gerissen zitierten biblischen Grundsätze „Macht euch die Erde untertan“ (1. Mose 1:28 u. 1. Mose 9:7; s. u.) und „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ (2. Thess. 3:10; s. u.) sowie dem der Mönchsregel „Ora et labora“  („Bete und arbeite“) des Benediktiner-Ordens (s. u.); vor allem aber dem perversen „Arbeitsethos“ des „Calvinismus“, der absurden Lehre von der angeblichen „Prädestination“ (Vorherbestimmung des Schicksals) des verbissenen, dogmatischen Reformators und „Urvaters“ aller Puritaner,  Jean Caulvin (Johannes Calvin [1509 – 1564]) aus Noyon in der Picardie in Frankreich, der als eine Art „protestantischer Ayatollah“ (Dietrich Schwanitz) in der Zeit zwischen 1541 und 1564 in Genf  (französische Schweiz) einen üblen, folgenschweren theokratischen Fundamentalismus begründete, der sich in Form des autoritären, repressiven „Puritanismus“ und in den Personen seiner naϊven, unmündigen Anhänger, der Quäker, Baptisten, Presbyterianer, Mennoniten, Methodisten u. a., von der Schweiz ausgehend über die Niederlande, England und Nordamerika auf der gesamten Welt breitgemacht hat (und der die Erhebung von Zinsen [Wucher] und die Sklavenhaltung [sogar von weißen Christen!] nicht nur tolerierte, sondern auch aktiv förderte!).

 

So ist aus einem hanebüchenen, infantilen Aberglauben der kranke, dämonische Geist des Monopol-Kapitalismus erwachsen, dem auch die dämliche, zugleich menschenverachtende Gesinnung „Time is money“ („Zeit ist Geld“; Benjamin Franklin [1706 – 1790]) entstammt, und der den Sklavenhandel, die Gründung der Manufakturen des 18., der Fabriken des 19. und der multinationalen Konzerne des 20. Jahrhunderts unheilvoll „inspirierte“ und generierte – nachzulesen in dem Aufsatz „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ (1905) von Maximilian Carl Emil Weber (1864 – 1920), dem Begründer der modernen Soziologie.

 

„Homo consumens“ (Wolfgang Schmidbauer [* 1941]), der verbrauchende Mensch, und die „ökonomische Masturbation“ (Oscar Kiss Maerth [1914 – 2004]) oder „Instant gratification“ (Konrad Lorenz [1903 – 1989]), die wirtschaftliche Selbstbefriedigung des zwang- und krankhaften Arbeitens und Produzierens, Kaufens, Verbrauchens und Wegwerfens, sind die zwangsläufige Konsequenz der Verurteilung der „Faulheit“, ihrer Gleichsetzung mit „Verderbtheit“ und Erklärung zur „Todsünde“ von Seiten der Kirche, und des Utilitarismus, der Verwechslung des Mittels mit dem Zweck, der Vergötzung der „Arbeit“, der „Leistung“, der Ware, der Uhr („Zeit ist Geld“) und des Geldes durch den von der „Prädestination“ überzeugten, unmündig und abhängig gemachten Menschen, dessen psycho-ideologische Prägung und Fremdbestimmung durch die protestantisch-puritanische (Pseudo-) „Ethik“ Max Weber in seinem eben erwähnten Aufsatz aufgezeigt hat. Ideale wie die Muße als gesellschaftlich nicht zur Ware werdende Tätigkeit sind diesem verschlingenden, hortenden oral-analen Zwangscharakter verpönt.

 

Bertrand Russell (1872 – 1970), walisischer Philosoph und Mathematiker, Nobelpreis-träger 1950, faßt dies in seinem Werk „Lob des Müßiggangs“ sinngemäß wie folgt zusammen: Es ist ungerecht und unmoralisch, daß ein Mensch mehr verbraucht, als er selber produziert, daß der größte Teil des von der großen Mehrheit der Bevölkerung erzeugten gesellschaftlichen Gesamtproduktes einer kleinen Minderheit zugute kommt, die überhaupt nicht oder zumindest fast nicht arbeitet. Es sind dies Menschen, deren teuflische Maxime lautet, andere Menschen sich das „Privileg“ (sic!), existieren zu dürfen (sic!), mit und durch Arbeit „verdienen“ (sic!) zu lassen. Anfangs wurden die Massen mit direkter, nackter Gewalt dazu gezwungen, immer mehr zu produzieren und das meiste abzuliefern. Dann aber kam die Kirche auf die Idee der Indoktrination mit einer pseudo-religiösen Ideologie: die der „Prädestination“ des Puritanismus. Damit konnten die Massen veranlaßt werden, sich naïv eine  absurde, abstruse (Pseudo-) „Ethik“ zu eigen zu machen, die ihnen lebenslange harte Arbeit zur „Pflicht“ (sic!) und zu einer „Tugend“ (sic!) zugleich machte, obwohl der weitaus größte Teil dieser Arbeit nur dazu diente, der herrschenden Minderheit ein nichtsnutzes Leben in Luxus zu ermöglichen. Historisch gesehen ist die pseudo-religiös verbrämte, mißbräuchliche Verwendung des Begriffes „Pflicht“ ein taktisches Mittel der Herrschenden, die Untertanen / Bürger / Proletarier ohne größeren Aufwand dazu zu bringen, zum Vorteil und Nutzen der Machthaber statt im eigenen Interesse zu leben. Russell stellt zutreffend fest:

Die „Moral“ dieser „Arbeit“ ist eine Sklavenmoral; es ist die „Moral“ eines Sklavenstaates.

 

Das hatte vor dem Philosophen Bertrand Russell auch schon der Anarchist Max Stirner (eigentlich Johann Caspar Schmidt [1806 – 1856]) erkannt: „Der Staat beruht auf der Sklaverei der Arbeit. Wird die Arbeit frei, so ist der Staat verloren.“ 1)

 

Die „Arbeitsethik“ und die „Arbeitsgesellschaft“ sind historisch also verhältnismäßig jung. Erst die Ausbreitung der Geldwirtschaft und die Entwicklung des Industrie-Kapitalismus verlangten einen neuen „Menschentypus“, der zu regelmäßiger, gleichmäßiger Zwangsarbeit (Lohnarbeit) und zu ständigem, unterwürfigem Gehorsam „bereit“ ist, richtiger ausgedrückt: gezwungen werden kann. In diesem Zusammenhang wurden den sog. „bürgerlichen Tugenden“ `Pflichtgefühl´, `Verantwortungs-Bewußtsein´, `Pünktlichkeit´, `Ordentlichkeit´, `Fleiß´ und `Disziplin´, obzwar nur noch leere Worthülsen, weil unaufhörlich gedroschen, in der Rangordnung gesellschaftlicher „Werte“ nun höchste Priorität zugeschrieben. Umgekehrt wurden jetzt Müßiggang zur „Faulheit“ und „Faulheit“ zur „Sünde“ erklärt sowie die harmlos-bedürfnislose Grundhaltung des „Faulen“ als „asozial“ (sic!) diffamiert und der „Faule“ selber als „Gesellschafts“- und „Volksschädling“ (sic!) diskriminiert.

 

Wer aber „Faulheit“ der „Arbeit“ gegenüberstellt und mit einem unzulässig unterstellten Selbstzweck der „Arbeit“ die „Faulheit“ diffamiert und den „Faulen“ diskriminiert, blamiert sich nur selber, denn er offenbart unfreiwillig entweder böswillige Absicht, mangelnde Bildung oder einfach nur Dummheit. Die Gebildeten und Gelehrten der Antike und auch noch die des Mittelalters unterschieden nämlich wohlweislich zwischen »Faulheit« als accidia und »Faulheit« als pigritia: „Interessiert mich nicht“, „Ist mir doch (alles) egal“ und „Was kann ich schon machen“ sind Beispiele für die träge / faule und feige, gleichgültige und verantwortungslose Gesinnung, die der accidia entspricht; „Immer mit der Ruhe“, „Nur nichts überstürzen“ und „Gut´ Ding will Weile haben“ hingegen für die bedachte, gelassene, souveräne Haltung der pigritia. Und nur accidia als apathische, lethargische, phlegmatische Feigheit vor dem Gebrauch der eigenen Möglichkeiten und der eigenen geistigen Fähigkeiten, also selbstverschuldete Unmündigkeit, bestimmte Thomas von Aquin (1225 – 1274), der bedeutendste Philosoph und Theologe des europäischen Hochmittelalters, zur „Todsünde“.

 

»Faulheit« als Todsünde bezog sich nicht auf Arbeit, sondern auf die spirituelle Selbstverwirklichung des Menschen, auf die Verfolgung seines ihm eingeborenen Zieles, also den (einzigen) Sinn und Zweck seines Daseins. „Der Zweck des Lebens auf der Erde ist die Entdeckung unseres wahren Wesens und das Handeln nach dieser Erkenntnis.“ (Henry Valentine Miller [1891 – 1980] in Nexus). „Erkenne dich selbst – dann erkennst du Gott“ („gnóthi seautón“) stand deshalb in der Antike auch über dem Tempel des Apollon zu Delphi, in dem die Seherin Pythia in Trance den Bittstellern den Willen des Gottes kundtat. Dementsprechend bedeutet auch das altgriechische Wort für „Sünde“, hamartía, ursprünglich „das Ziel verfehlen“: Wer seine ihm angeborenen, allein menschlichen Eigenschaften „Erkenntnis-Fähigkeit“ und „Entscheidungs-Freiheit“, die das Tier, den „nackten Affen“ (Desmond Morris [* 1928]), erst zum Menschen machen, die erst das Mensch-Sein ausmachen, aus Feigheit, Schwäche und Faulheit, also aus selbstverschuldeter Unmündigkeit, nicht trainiert, entwickelt und nutzt, hat das Ziel, nämlich die persönliche Ausrichtung auf und die persönliche Entwicklung zur Quelle, zum Ursprung („Gott“) hin, verfehlt, ist also der wahre, eigentliche „Sünder“: „Die Sünde ist weniger eine Herausforderung Gottes als eine Leugnung der Seele, weniger eine Verletzung des Gesetzes als ein Verrat gegen sich selbst.“ (Sarvepalli Radhakrishnan [1888 – 1975], Weltanschauung der Hindu; vgl. Arno Gruen, Der Verrat am Selbst). Daraus folgt: Arbeit ist nicht der Sinn des Lebens; sie ist nur buchstäblich „Not-wendiges“ Mittel zum Zweck, nämlich zu einem kontemplativen Leben.

 

So haben erst die Kirche und dann die Kapitalisten die Bedeutung und den Sinn der Begriffe „Arbeit“, „Faulheit“ und „Sünde“ ins Gegenteil verkehrt und damit pervertiert sowie Mittel und Zweck vertauscht, nämlich „Arbeit“, Wettbewerb“ oder „Konkurrenz“ und „Fortschritt“ zum Selbstzweck erklärt, und damit die „Welt der Technik“ (Martin Heidegger [1889 – 1976]), eine buchstäblich Sinn-entleerte Welt in einer Ziel-losen Geschichte, ermöglicht und vorbereitet. Heideggers zentraler Gedanke ist, daß der menschliche Irrglaube, die Natur beherrschen und die Geschichte lenken sowie sein Schicksal zu einem „Besseren“ wenden zu können (und dürfen), das genaue Gegenteil generiert hat. In seinem Essay „Überwindung der Metaphysik“ zeigt Heidegger auf, daß der „Technizismus“ und „Ökonomismus“, die beide die heutige Welt charakterisieren, ihre Wurzeln im (falsch verstandenen) Empirismus (Hobbes, Locke, Berkeley, Hume, Adam Smith) und Rationalismus (Descartes) der Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts haben. Aber obwohl ihre Skepsis gegenüber Tradition und Autorität zu einer kritischen bis ablehnenden Haltung gegen die Kirche und ihre Dogmata führte („Écrasez l´infame“: „Zerschlagt die Infame“ [François Marie Arouet alias Voltaire, 1694 – 1778]), arbeitete die Aufklärung, ob nun vorsätzlich oder nicht sei dahingestellt, dem Protestantismus, besonders dem Puritanismus, dieser den Forderungen der neuen, kapitalistischen Industrie-Bourgeoisie angepaßten Form der Kirche, in die Hände.

 

Und es war auch die (protestantische) Kirche, die sich maßgeblich gegen die „verwerfliche Verschwendung“ der Zeit, den Müßiggang, richtete und die verplanende Gestaltung der Lebenszeit zur „ethischen Pflicht“ erhob. Aber laut Aristoteles (384 – 321 v. u. Z.), neben seinem Lehrer Platon (427 – 347 v. u. Z.) der bedeutendste Philosoph der Antike und maßgeblich für das Abendland bis zur Hochscholastik des 16. und 17. Jahrhunderts, ist die Muße als Akt des geistigen Schauens die höchste Stufe der Selbst-Verwirklichung, also der Verwirklichung des (göttlichen) Selbst. In der vita contemplativa, dem meditativen Leben, ist der Mensch „Gott“ am nächsten. Die theoria, die intuitive heilige Schau, ist Teilhabe am „Göttlichen“ und der Zustand auf der höchsten Stufe der Vollkommenheit, die der Mensch auf Erden erreichen kann. (Vgl. die Wissenschaft des Yoga!) In den Klöstern des Mittelalters wurden diese beiden Aspekte des irdischen Lebens, der ideelle oder geistige der Selbstverwirklichung und der materiëlle oder körperliche der durchaus als notwendig anerkannten Arbeit, von den Mönchen harmonisch integriert und, jeder zu seiner Zeit, in ausgewogenem Verhältnis und in angemessenem Maße, in rhythmischem Wechsel gelebt. Das  ist mit „Ora et labora“ gemeint (s. o.).

 

Das kommt auch sprachlich in den beiden lateinischen Wörtern für „Muße“ (otium) und „Arbeit“ / „Pflicht“ (negotium) zum Ausdruck: „Arbeit“ wird negativ definiert, nämlich als „keine Muße“ oder „Abwesenheit von Muße“. „Muße“ ist das Positive und das Erste, das Frühere und Wichtigere, denn bevor etwas negiert (verneint) werden kann, muß es ja erst einmal da sein, und das ist in diesem Fall eben die Muße. Muße hat also Priorität (Vorrang); Arbeit ist nur eine zwar durchaus notwendige, aber eben doch zweitrangige Nebensache, welche die Muße als Hauptsache und als eigentlichen Zweck lediglich ermöglichen soll.

 

Die schönste und treffendste Definition der Muße paßt hervorragend zu dem eben Gesagten und soll dem Leser nicht vorenthalten werden. Sie stammt von Ottmar Bergmann und lautet: „Müßiggang ist die Bewegung, die den Rhythmus des autonomen Selbst gleichzeitig sucht, findet und verkörpert.“ 2) Und ebenso schön und treffend schreibt  Friedrich (von) Schiller  im 15. Brief über die ästhetische Erziehung des Menschen: „Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ 3) Und zur pervertierten Arbeit als Selbstzweck und zur Arbeitsteilung: „… der Genuß wurde von der Arbeit, das Mittel vom Zweck, die Anstrengung von der Belohnung geschieden. Ewig nur an ein einzelnes Bruchstück des Ganzen gefesselt, bildet sich auch der Mensch nur als Bruchstück aus…“ 4)

 

„Arbeit ohne Maß und Ziel ist die schlimmste Sklaverei, die schrecklichste Geißel, welche je die Menschheit getroffen“ und „In der kapitalistischen Gesellschaft ist die Arbeit die Ursache des geistigen Verkommens und körperlicher Verunstaltung“ stellt Paul Lafargue, (1842 – 1911), Schwiegersohn von Karl Marx (1818 – 1883) sowie Politiker und Schriftsteller, in seinem Werk „Le droit à la paresse“ („Das Recht auf Faulheit“) 1883 zutreffend fest. 5) Darin entlarvt er mit beißendem Spott und schneidender Satire die bigotte, doppelte „Arbeitsmoral“ der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, die aus einer zwar natürlichen, aber bitteren Notwendigkeit erst eine angebliche „Pflicht“ und dann gar eine vorgebliche „Tugend“ macht u. zynisch von dem „Adel der Arbeit“ u. der „Sinnstiftung der Arbeit“ faselt.

 

Dahinter steht die gleiche menschenverachtende Gesinnung, die in Artikel 12 der Verfassung der UdSSR zum Ausdruck kam: „In der UdSSR ist Arbeit eine Pflicht und eine Ehre für jeden gesunden Bürger, in Übereinstimmung mit dem Grundsatz: »Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen«.“ Der New Yorker Journalist und Hochgrad-Freimaurer Leib Bronstein alias Leo Trotzki, der 80 Millionen Dollar und 90 Millionen Franken auf Konten bei Rothschild-Banken in den USA und der Schweiz besaß, und dessen bolschewikischer Putsch im Februar 1917 von der Wall Street mit einem dreistelligen Millionenbetrag finanziert wurde, pervertierte diese ohnehin schon zynische Gesinnung nach seiner nur deshalb erfolgreichen Konter-Revolution weiter: „Das alte Prinzip »Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen« wurde durch ein neues ersetzt: »Wer nicht gehorcht, soll nicht essen«.“ 6)

 

Die deutschen National-Sozialisten („Nasos“) machten mit ihren Konzentrationslagern, über deren Toren die makabere, zynische Formel „Arbeit macht frei“ (Auschwitz) stand, nur nach, was ihnen die Sowjets unter Lenin und Stalin mit ihren sibirischen Zwangsarbeitslagern vorgemacht hatten. Und „der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“ (Paul Celan): Heute noch besteht in den bundesdeutschen Gefängnissen, die beschönigend-verschleiernd offiziell „Justizvollzugsanstalten“ (JVA) genannt werden, „Arbeitspflicht“, also Zwangsarbeit! Und diese Zwangsarbeit macht buchstäblich „frei“: Wer die Zwangsarbeit verweigert, hat keine Chance, vorzeitig „auf Bewährung“ entlassen zu werden (und ist einer Menge zusätzlicher interner Repressaliën und Schikanen ausgesetzt!)!

 

Die heuchlerische „Justiz“ (iustitia, lat.: Gerechtigkeit !), die ehrlose Nutte der Politik (die wiederum die schamlose Hure der Hochfinanz ist), und ihre willfährigen Schergen des „Strafvollzuges“ sind nur zu feige, die faschistische Parole „Arbeit macht frei“ außen sichtbar an den steinernen Mauern oder über den stählernen Toren ihrer gesellschaftlichen Ghettos, der Gefängnisse, anzubringen! Nirgendwo, außer im Krieg und eben im Kapitalismus, wurde und wird der Mensch so sehr, ja vollständig zum Material erniedrigt, in seiner Arbeitskraft ausgebeutet, in seiner Gesundheit und seiner Existenz geschädigt, in seinen menschlichen Gefühlen und seinen Rechten verletzt, in seiner Würde geschändet sowie seiner Ehre und seines Glückes beraubt wie in den Konzentrationslagern der Vergangenheit (?) und in den Zwangsarbeitslagern des zynisch so genannten „humanen Strafvollzuges“ (sic!) der Gegenwart! Kapitalismus und „Strafvollzug“ sind zwei nur graduëll unterschiedliche Erscheinungsweisen derselben bösen, menschenverachtenden, materialistischen Gesinnung.

 

Nun erst kann auch das oben erwähnte Zitat aus dem zweiten Brief des Paulus an die Christen in Thessaloniki in seiner wahren Bedeutung verstanden werden. Es richtet sich nämlich gegen gesellschaftliche Schmarotzer und Parasiten, also gerade genau gegen diejenigen, die – peinlich, peinlich – es böswillig-vorsätzlich aus dem Zusammenhang reißen und in menschenverachtendem Zynismus gegen jeden, der ihnen nicht zu Willen ist, mißbrauchen: die Faschisten und Zionisten, die (Pseudo-) Sozialisten und (Pseudo-) Kommunisten sowie die heutigen Arbeitgeber-Zuhälter-Kapitalisten und ihre faulen (!) Büttel, Lakaien und Schergen in den Jobcentern und im Strafvollzug mit seiner (fast) unbezahlten Zwangsarbeit. Für all jene, die es entweder böswillig wider besseres Wissen mißbrauchen, mangels eigener (Herzens-) Bildung daherschwätzen oder einfach in dummem Unverstand nachplappern, ist der zweite Brief des Paulus an die Tessalonicher, Kapitel 3, Verse 6 bis 15, Pflicht-Lektüre und vergrößender Spiegel ihrer eigenen Fehler.

 

Und wenn wir schon einmal dabei sind, dann sollten wir auch die wahre Bedeutung des dritten in unserem Zusammenhang mißverstandenen und mißbrauchten Zitates ein- für allemal aufzeigen: Der biblische Imperativ „Macht euch die Erde untertan!“ bezieht sich ausdrücklich auf eine von einer transzendenten Autorität, nämlich von „Gott“, geschaffene statische, hierarchisch organisierte Wirklichkeit, die Erde, eine dem Menschen von jenem vorgegebene, auf diesen bezogene Ordnung, deren Teil (!) der Mensch ist, und die er in „Gottes“ Auftrag zwar nutzen darf, aber pflegen, nämlich kultivieren (von mittellat. cultivare: Land bebauen, zu lat. cultus, zweites Partizip von lat. colere: bebauen, pflegen, verehren [!]), also dankbar (!) nutzen, erhalten und stellvertretend verwalten soll:

 

„Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie (euch) untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!“ (1. Mose 1: 28) 7)

 

Eine andere Bibel-Version übersetzt: „Er segnete sie und sprach: `Vermehrt euch, bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde!“ (1. Mose 1: 28) 8)

 

Es ist also die Rede von Besitz; die Erde (´äräz oder ´erez, hebr.: Erde, Land, Erdboden) bleibt als seine Schöpfung Eigentum Gottes; Er ist ihr Herr und König (1. Mo 1:1; Ne 9:6; Hi 37:13; Ps 8:2; Ps 24:1,2; Ps 29:10; Ps 47:3,8; Ps 93:1; Ps 95:3-6; Ps 103:19; Mi 4:13; Sach 6:5)! (Beachte den Unterschied zwischen `Besitz´ und `Eigentum´!). Gott gibt und erhält ihre Ordnung (Ps 8:4; Ps 19:2-7; Ps 33:6-9; Ps 104:5,9; Ps 136:5-9; Ps 148:5,6,13)! Weiter spricht Gott von „Macht“, „herrschen“ (radah, hebräisch: die Kelter treten; Honig herauslösen – also etwas Wertvolles, das in einer Gabe enthalten ist, dankbar entgegennehmen und durch eigene Tätigkeit genießen!) und „untertan“: Untertanen (hier: alle Lebewesen [Pflanzen und Tiere]) sind nicht das Eigentum des Herrschenden, sondern dessen freiwillige Gefolgsleute, und ein guter, nämlich gütiger Herrscher zeichnet sich eben gerade dadurch aus, daß er seine ihm zudem nur vorübergehend verliehene Macht nicht zum eigenen Vorteil, sondern im Interesse seiner Untertanen gebraucht (genau genommen ist der Herrscher der Diener seiner Untertanen!). Es geht also um die von Gott dem Menschen verliehene Macht, über eine von jenem geschaffene und generös diesem zu treuen Händen gegebene Erde und ihre Lebewesen darauf, die dem Menschen dienen sollen, aber Eigentum Gottes bleiben, verantwortungsvoll zu herrschen und ihre Produkte zu genießen – nicht mehr und nicht weniger.

 

Wie noch Naturvölker über die Erde sowie über Besitz und Eigentum dachten, sei am Beispiel der nordamerikanischen Ojibwa- oder Chippewa-„Indianer“ aus dem Gebiet der großen Seen gezeigt: „Eine Mutter gebärt ein Kind. Sie nährt es, hält es in den Armen. Sie gibt ihm einen Platz auf ihrer Decke nahe an ihrer Brust… Alle haben ein Anrecht auf einen Platz nahe bei ihrer Brust in ihrer Hütte. – So freigebig ist auch die Erde. Ihr Mantel ist weit, ihre Schüsseln sind immer voll und werden ständig gefüllt. Auf der Decke von Mutter Erde ist Platz zum Jagen, Fischen, Schlafen und Leben. Alle, Junge und Alte, Starke und Schwache, Gesunde und Kranke, sollen sich in die Großmut und Freigebigkeit von Mutter Erde teilen. Der Grundsatz des gleichen Anrechts aller schließt privaten Besitz aus. Kein Mensch kann seine Mutter besitzen. Dieser Grundsatz erstreckt sich auch auf die Zukunft. Die Ungeborenen haben nicht weniger Anspruch auf den Reichtum der Erde als die Lebenden… Beim Tode lassen die Sterbenden ihren Umhang zurück und nehmen nichts mit sich als die Erinnerung und machen Platz für andere, die noch kommen werden. Das ist das Erbe des Menschen: zu kommen, zu leben und zu gehen, zu empfangen, um weiterzugeben. Kein Mensch kann seine Mutter besitzen; kein Mensch kann die Erde zum Eigentum haben.“  9)

 

Für die blinden und dummen, egoïstischen und verbrecherischen Plutokraten, Technokraten und Bürokraten des Kapitalismus aber ist die Erde nicht hilfreiche „Dienerin“ und auch nicht lebenspendende Mutter, sondern auszubeutendes „Material“, über das sie vermeintlich willkürlich verfügen dürfen. Sie wollen nicht nur die Macht über die Schöpfung, sondern die Schöpfermacht selber. Der vermessene Mensch in seiner Hybris versteht sich nicht mehr als creatura (Geschöpf), sondern als creator (Schöpfer). Er usurpiert damit den Rang Gottes. Das ist wahrlich teuflisch / diabolisch, nämlich „durcheinanderwerfend“. („Teufel“, die sprachlich jüngste, erst seit dem Mittelalter gebräuchliche Bezeichnung, stammt etymologisch über mittelhochdeutsch „tiuvel“ und althochdeutsch „tiufal“ von kirchenlateinisch „diabolus“ und bibelgriechisch „diabolos“ ab; mit diesem griechischen Wort wurde in der griechischen Bibel Septuaginta der hebräische Ausdruck „Satan“ übersetzt. Doch fand in der Übersetzung eine willkürliche Bedeutungs-Verschiebung statt: Heißt „har-shatan“ im Hebräischen noch ganz neutral „Ankläger“, bedeutet „diabolos“ im Griechischen „falscher Ankläger“, „Verleumder“, wörtlich: „Durcheinanderwerfer“) Somit ist diese hochmütige, hoffärtige Haltung des modernen Menschen gegenüber der Natur Blasphemie (Gotteslästerung).

 

Dahinter steht natürlich auch der fatale Irrtum des französischen Mathematikers und Philosophen René Descartes (1596 – 1650; „Cogito, ergo sum“: „Ich denke, also bin ich“), dessen einseitig materialistische und mechanistische, rationalistische und reduktionistische Naturauffassung in Verbindung mit einem extremen Dualismus zwischen immateriëllem Geist als Subjekt („res cogitans“) und materiëllem Körper als Objekt („res extensa“) den Aufstieg der ebenso einseitig ausgerichteten modernen Naturwissenschaften und die Herrschaft einer unkontrollierbaren Technik mit dem Ergebnis des Zwangs des „Fortschritts“ um des „Fortschritts“ und des „Wachstums“ um des „Wachstums“ willen (Martin Heidegger: „Technizismus“) ermöglicht hat. Laut dem irrigen Postulat der cartesischen Philosophie wird erst und nur die (natur)wissenschaftliche Erkenntnis dem Menschen ermöglichen, „wie der Herr und Besitzer der Natur“ zu werden. Diese Haltung drückt sich theoretisch und praktisch aus: in der Theorie als das Postulat der modernen Naturwissenschaften, daß sich alles in der Natur rational erklären ließe, in der Praxis als das Handeln nach der Annahme, daß die Natur nur eine Ansammlung toter, materiëller Objekte ohne Sinn oder Zweck und Wert wäre, die wir nach Gutdünken benutzen dürften. So haben wir die Natur ihres Geheimnisses und ihres Zaubers, die die Menschen des „finsteren“ Mittelalters und der Romantik noch kannten und respektierten, beraubt und aus ihr einen billigen Selbstbedienungsladen und eine riesige Müllhalde zugleich gemacht.

 

Welche Auswüchse solch ein Weltbild treiben kann, sei an seinem eigenen Beispiel und dem seines Landsmannes und „Nachfolgers“ Julien Offray de Lamettrie (1709 – 1751) kurz aufgezeigt: Während der „tiefgläubige“ Descartes im 5. Kapitel seines „Discours de la méthode“  („Diskurs der Methode“) den Tieren kurzerhand Geist und Seele abspricht und sie zu Automaten degradiert, um den Menschen von ihnen abzuheben (im Grunde unterliegt Descartes einem sog. „Zirkelschluss“: Die Tiere müssen als seelenlos vorgestellt werden, damit sie von den Menschen unterschieden sind; „folglich“ sind sie von den Menschen unterschieden, da sie ja keine Seele haben!), ließ Lamettrie auch noch diesen Unterschied fallen und erklärt den Menschen ebenfalls zur Maschine. Und so wird er ja in der Neuzeit, das heißt im modernen Monopol-Kapitalismus des zerstörerischen Globalismus, auch behandelt.

 

Zurück zur (evangelischen / protestantischen) Kirche, die daran schuld ist. Es entbehrt nun nicht einer gewissen Tragikomik, daß ausgerechnet die Priester der (protestantischen) „christlichen“ Kirche jene Arbeit „heilig“ gesprochen haben, die ihr „Gott“ doch verflucht hatte: „…so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: Mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens; (…) Im Schweiße deines Angesichts wirst du (dein) Brot essen, bis du zurückkehrst zum Erdboden, denn von ihm bist du genommen.“ (1. Mose 3: 17, 19) 10)

 

Und ebenso tragikomisch ist es, wenn heute die gesamte proletarische Bevölkerung der Industrieländer ständig das „Recht auf Arbeit“ (sic!) im Munde führt. Arbeiten zu müssen war ja gerade die Strafe, die der biblische Gott über den Menschen verhängt hatte. Jahrtausende hatten die Menschen es als Mühsal und Plage empfunden, arbeiten zu müssen. Seit der Antike bis ins ausgehende Mittelalter hatte Arbeit keinen gesellschaftlichen Wert. Sie galt als notwendiges Übel und hieß noch im Nibelungenlied „Müh und Plag“. Es war geradezu ein Privileg, nicht arbeiten zu brauchen oder zu müssen (wie heute immer noch oder wieder).

 

Selbstverständlich ist die grotesk anmutende Einforderung des „Rechts auf Arbeit“ durch die Opfer, die Proletariër selber, einerseits nur das unzulänglich verschleierte Eingeständnis ihres verdrängten Wissens, keine andere Wahl zu haben, als mit Zwangsarbeit Geld zum Überleben „verdienen“ zu müssen; andererseits ist es aber auch eine kokett-schamhafte Umschreibung des Umstandes, daß sie möglichst „viel“ Geld für den Konsum haben wollen, und das geht für sie als unterprivilegierte Klasse der Proletariër eben nur über den Weg der Lohnarbeit / Zwangsarbeit. Der Anspruch auf einen Arbeitsplatz ist also zum einen Selbstbetrug in einer sonst als unerträglich empfundenen, ausweglosen Notlage, zum anderen die vergebliche, weil untaugliche und unerfüllte Forderung eines menschenwürdigen Mindest-Lebensstandards.

 

Pikant ist in diesem Zusammenhang, daß die Ethik des Evangeliums ja ausdrücklich freiwillige Armut und Besitzlosigkeit verlangt. Die frühen Urchristen (und auch die vorchristliche Sekte der Essener von Qumran am Toten Meer) hatten diese Forderung auch akzeptiert und gelebt. Als dann aber die Kirche nicht nur zu einer staatstragenden Kraft wurde, sondern auch eine strenge, interne Hierarchie aufbaute, war ihr diese der Lehre Jesu entsprechende Haltung im Wege. Eine Ideologie mußte her, die, pseudo-religiös verbrämt, den Menschen massivste Angst-, Scham- und Schuldgefühle einpflanzte und gleichzeitig eine Instanz, nämlich die Kirche selber, präsentierte, die ihnen als einzige „Hilfe“ und „Erlösung“ „garantierte“. Indem sie den naϊven, entmündigten „Gläubigen“ nun die „einzig gottgefällige“ Lebensführung (Arbeiten!) vorschreiben konnte und zugleich die (oft kostenpflichtigen!) „Gnadenmittel“ der Beichte und des Ablasses („Absolution“) „großzügig“ gewährte, schuf sie den fast idealen Sklaven und Konsumenten in Personalunion. Die Kapitalisten brauchten diese Lehre und die unmündige Herde der Arbeiter und Verbraucher nur zu übernehmen.

 

(Die moderne „Leistungs“-Gesellschaft verrät übrigens unfreiwillig, welche „Werte“ und „Leistungen“ sie bewundert, und zwar dadurch, wie sie ihre Gunst und ihren „Lohn“ verteilt: Gescheiterte Existenzen und asoziale Nichtsnutze wie Porno-Darsteller, TV-Entertainer, Pop-„Stars“ und Profi-Sportler werden mit unvergleichlich mehr Geld, Titeln und Auszeichnungen „geehrt“ als Gelehrte, Künstler u. Philosophen. [Vgl. G. R. Taylor, Das Experiment Glück])

 

Solch eine verkommene Gesellschaftsform, die sich in unfreiwilliger Selbstironie „zivilisiert“ und „kultiviert“, „frei“ und „sozial“ nennt, aber die auf ununterbrochenem Gesetzes- und Rechtsbruch, der Versklavung und Prostituierung, der Entrechtung und Enteignung, der Knechtung und Ausbeutung der absoluten Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder durch eine selbsternannte pseudo-elitäre, privilegierte Minderheit von Zuhältern und Hehlern (Politiker, Manager, Arbeitgeber) beruht, in der nur noch Reichtums- und Armutsbildung durch gewaltsame Umverteilung von unten nach oben (Zinsen, Steuern, Diäten) sowie betrügerische und räuberische Aneignung in Form von staatlich organisierter Kriminalität stattfinden, und in der Armut und Obdachlosigkeit, Hunger und Krankheit, Elend und Leid „produziert“ (im doppelten Wortsinn!) werden, kann nur, an dem absoluten ethischen Maßstab gemessen, mit dem völlig vernichtenden Urteil „entartet und asozial, barbarisch und verbrecherisch“ bedacht werden. Die moderne Gesellschaft ist auf den totalen Tiefstpunkt in der Geschichte der Menschheit gesunken: „Wer sich den Scherben einer [antiken] griechischen Vase ansieht, aber nicht einsieht, wie heruntergekommen wir sind, dem ist nicht mehr zu helfen.“ 11)

 

Der moderne Manager-Zuhälter und der heutige Politiker-Parasit sind nur mit blutsaugenden Vampiren und unersättlichen Kannibalen vergleichbar, die das Eigentum, die Zeit, die Gesundheit und das Leben Anderer rücksichtslos konsumieren, um gut zu leben, ohne selber etwas dafür tun zu wollen. Damit aber offenbaren sie einen pathologischen (krankhaften), für ihre Mitmenschen bedrohlichen und gefährlichen, die Gesellschaft zersetzenden und zerstörenden Mangel an Empathie oder „Du-Evidenz“, wie es Karl Bühler (1879 – 1963) nennt, „sind psychisch abnorm und gehören in eine geschlossene psychiatrische Anstalt, da eine Schwäche der Du-Evidenz sie zu gemeingefährlichen Monstren macht.“ 12)

 

Der Anarchist Pjotr Alexejewitsch Kropotkin (1842 – 1921) erkannte bereits 1896: „Alles in unserem heutigen Leben löscht doch die Achtung vor dem Menschenleben aus! (…) alles, alles, alles in der gegenwärtigen Gesellschaft lehrt die absolute Mißachtung des Menschenlebens – dieses Fleisches, das auf dem Markt so wenig kostet! 13)

 

Die treffendste Definition des unerträglichen und nicht mehr hinzunehmenden Status Quo unserer bürgerlich-barbarischen Gesellschaftsform ist nach wie vor jene ihrer beiden – trotz all ihrer Fehler und Irrtümer – größten Analytiker, Diagnostiker und Kritiker, des protestantischen Fabrikanten-Sohnes aus Wuppertal und des jüdischen Philosophen aus Trier:

 

„Die in ihr arbeiten, erwerben und haben nicht; aber die in ihr erwerben und haben, arbeiten nicht.“ 14)

 

So müssen nun auch mehrere bösartige und hanebüchene Sprichworte für die Moderne korrigiert, nämlich ein- für allemal revidiert oder zumindest relativiert werden:

 

1.   „Arbeit macht frei“: Die Hymne der national-sozialistischen KZs. „Arbeit macht nicht frei. Arbeit macht dumm. (Arbeit : Macht : Dumm). Arbeit macht dumm und blind. Arbeit macht dumm und blind und gefügig und abhängig und stumpf. Arbeit macht unfrei.“ 15)

 

2.   „Arbeit adelt“: Das predigen zwar der Geldadel und der „blaublütige“ Geburtsadel den nicht-adeligen Massen, doch überführen jene sich ja (unfreiwillig) selber der Lüge: Offensichtlich führt doch ein anderer Weg zum „Adel“, denn jene arbeiten ja nicht…

 

3.   „Arbeit schändet nicht“: „Arbeit schändet doch“, denn sie ist Prostitution und Zwangsarbeit, „Lohnsklaverei“ (Karl Marx), das heißt den Menschen entwürdigend, entehrend und erniedrigend, also unzumutbar, inakzeptabel und indiskutabel.

 

4.   „Armut schändet nicht“: „Armut (die als bedrohende u. gefährdende nur in faschistischen Systemen möglich und als Mittel des Zwanges und der „Strafe“ dort sogar gewollt ist!) schändet doch“, aber nicht das Opfer, den Armen, sondern den Täter, den Reichen, der sie aktiv, meist vorsätzlich, immer aber billigend, mithin schuldhaft verursacht hat.

 

5.   „Arbeit macht das Leben süß“: „Arbeit macht das Leben bitter“, denn sie ist ein Fluch (Altes Testament), ein Joch, eine Geißel; zumindest aber eine „Müh und Plag“ (Nibelungenlied), „eine Last, eine Notdurft“ (Paul Lafargue), eine unvermeidliche, bittere Notwendigkeit, die auf ein menschenwürdiges Minimum zu beschränken ist: „Arbeiten, um zu leben“ statt „Leben, um zu arbeiten“.

 

6.   „Nur wer etwas leistet, kann sich auch etwas leisten“: Erstens: gemeint ist wohl darf?! Zweitens: „Die … arbeiten, erwerben und haben nicht, aber die … erwerben und haben, arbeiten nicht.“ (Marx / Engels, Kommunistisches Manifest). Kein weiterer Kommentar.

 

7.   „Ohne Fleiß kein Preis“: Ja und Nein: „Der Fleiß ist die Wurzel aller Häßlichkeit.“ (Oscar Wilde [1854 – 1900]) Und: „…der Fleiß und der Nutzen sind die Todesengel mit dem feurigen Schwert, welche dem Menschen die Rückkehr ins Paradies verwehren.“ 16) Dagegen: „Die Faulheit ist der Fleiß der Träumer.“ (Werner Schneyder [* 1937], österreichischer Kabarettist und Kommentator)

 

8.   „Müßiggang ist aller Laster Anfang“: Unsinn! Wahre Kultur setzt Muße voraus, Freisein von Arbeit, von Pflicht, von Zwang und von Not: Ohne die Klasse der Müßiggänger (und ohne Mäzene 17), die das erkannten und die Müßiggänger – Kreative und Künstler, Dichter und Denker – finanziell unterstützten) wären die Menschen nach dem Philosophen Bertrand Russell heute noch Barbaren. (Sind sie das nicht wieder? Eben!) Sie haben fast alles geschaffen, was wir „Zivilisation“ und „Kultur“ nennen: „…jene edle Faulheit oder Muße, die allein auch die Mutter der Künste und der Wissenschaften ist.“ 18) Und: „Das »dolce far niente« ist das letzte Stück, das uns vom Garten Eden geblieben ist.“ 19)

 

Das Wort `Arbeit´ stammt über gotisch arbeiþs, mittelhochdeutsch arabeit und althochdeutsch arebeit von der germanischen Wurzel orbu: Knecht ab und bedeutet ursprünglich „Knechtstätigkeit“. Nach dem römischen Historiker Tacitus (Germania) arbeiteten bei den Germanen die Freien nicht. Das Alte Testament wertet die Arbeit als Fluch und Folge der „Erbsünde“, die Antike empfand Arbeit als ehrenrührig, und das Mittelalter sah sie als göttliche Schickung, in die der Mensch sich zu fügen hatte. 20)

 

Erteilen wir zum Schluß dem Philosophen Bertrand Russell noch einmal das Wort:

 

„Wenn auf Erden niemand mehr gezwungen wäre, mehr als vier Stunden täglich zu arbeiten, würde jeder Wißbegierige seinen wissenschaftlichen Neigungen nachgehen können und jeder Maler könnte malen, ohne dabei zu verhungern, (…). Vor allem aber wird es wieder Glück und Lebensfreude geben, statt der nervösen Gereiztheit, Übermüdung und schlechten Verdauung. Man wird genug arbeiten, um die Muße genießen zu können, und doch nicht bis zur Erschöpfung arbeiten müssen. Wenn die Menschen nicht mehr müde in ihre Freizeit hineingehen, dann wird es sie auch bald nicht mehr nach passiver und geistloser Unterhaltung verlangen. Mindestens ein Prozent wird sich wahrscheinlich in der Zeit, die nicht mit berufsmäßiger Arbeit ausgefüllt ist, Aufgaben von allgemeinem Interesse widmen, und da ihr Lebensunterhalt nicht von dieser Beschäftigung abhängt, werden sie dabei ungehindert eigene Wege beschreiten können und nicht gezwungen sein, sich nach den Maßstäben zu richten, die ältere Pseudo-Wissenschaftler aufgestellt haben. Aber die Vorteile der Muße werden nicht nur an diesen Ausnahmefällen zu erkennen sein. Die normalen Männer und Frauen werden, da sie die Möglichkeit haben, ein glücklicheres Leben zu führen, gütiger und toleranter und anderen gegenüber weniger mißtrauisch sein. Die Lust am Kriegführen wird aussterben, teils aus diesem Grunde und teils, weil Krieg für alle langdauernde, harte Arbeit bedeuten würde. Guten Mutes zu sein ist die sittliche Eigenschaft, deren die Welt vor allem und am meisten bedarf, und Gutmütigkeit ist das Ergebnis von Wohlbehagen und Sicherheit, nicht von anstrengendem Lebenskampf. Mit den modernen Produktionsmethoden ist die Möglichkeit gegeben, daß alle Menschen behaglich und sicher leben können; wir haben es stattdessen vorgezogen, daß sich manche überanstrengen und die anderen verhungern. (…); das war sehr töricht von uns, aber sollten wir nicht auch irgendwann einmal gescheit werden?“ 21)

 

Im Grunde ist alles bis hierhin Geschriebene „müßig“, weil es eigentlich evident ist; es sollte nur der offenbar doch notwendigen Aufklärung und dem leichteren Verständnis dienen. Der Fehler, die Ungerechtigkeit und das Verbrechen liegen seit der Antike lediglich darin, daß Arbeit, Muße und Besitz ungleich und einseitig verteilt worden sind: Eine parasitäre Minderheit von asozialen Schmarotzern (reiche Monopolisten / reGIERende Politiker) arbeitet gar nicht und zwingt die Mehrheit, für jene mit zu arbeiten. Diese faule Minderheit lebt also schmarotzend auf Kosten und zu Lasten der Mehrheit, wobei sie dieser fast alles gewaltsam und / oder hinterlistig wegnimmt. Wenn hingegen jeder einzelne Mensch selber für seinen eigenen Lebensunterhalt sorgte, wie es der Apostel Paulus in seinem zweiten Brief an die Thessaloniker forderte (s. o.), dann gäbe es weder Armut noch Reichtum, weder Macht noch Ohnmacht. Und wenn es auch wieder wirkliche Mäzene gäbe, die den Kreativen und Künstlern, den Dichtern und Denkern, den Erfindern und Philosophen ermöglichten, das zu tun, was sie am besten können: zeitlose, ewige (Kunst-) Werke zu erschaffen, ohne sich um solch banale und profane Dinge wie die Sicherung ihres Lebensunterhaltes, ihr körperliches Überleben kümmern zu müssen, dann bekämen wir auch wieder wirkliche »Kultur« und »Zivilisation«. Niemand müßte sich um seine physische Existenz sorgen, und jeder hätte die Zeit und die Muße, sich, neben seinen persönlichen Interessen, den wichtigsten sozialen und humanitären Aufgaben wie der Erziehung der Kinder sowie der persönlichen Pflege der Behinderten, Kranken und Alten und dem wahren Sinn und einzigen Zweck des menschlichen Lebens, des einzigen (!) bewußten Daseins, zu widmen: der Religion, der re-ligio, der Rück-Bindung an dessen Wurzel, dessen Quell, dessen Ursprung und dessen Urgrund: „Gott“ (?).

 

1) Max Stirner, Die Sklaverei der Arbeit, in: Der Einzige und sein Eigentum, Verlag Philipp Reclam jr., Leipzig 1927; Hervorhebung d. d. Verf.

2) Ottmar Bergmann; zit. n. Gerhard Senft (Hrsg.), Verweilen im Augenblick. Texte zum Lob der Faulheit, gegen Arbeitsethos und Leistungszwang, Löcker Verlag, Wien 1995, S. 197

3) Friedrich (von) Schiller, Philosophisch-Ästhetische Schriften, Ästhetische Erziehung, 15. Brief, V, 617 f.

4) Friedrich (von) Schiller, Philosophisch-Ästhetische Schriften, Ästhetische Erziehung, 6. Brief, V, 584

5) Paul Lafargue, Le droit à la paresse, 1883; zit. n. der deutschen Ausgabe Das Recht auf Faulheit, Verlag Monte Verita, Wien 1988

6) Leon Trotsky, zit. n. Ludwig von Mises, Planned Chaos, New York 1947, S. 87

7) zit. nach: Elberfelder Studiënbibel, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, Textstand Nr. 21, 1. Auflage 2005

8) Die Bibelstelle ist der Übersetzung Hoffnung für alle® entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002 by International Bible Society®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Verlags Brunnen Verlag, Basel und Gießen 2008

9) Basil H. Johnston, Und Manitu erschuf die Welt. Mythen und Visionen der Ojibwa, Diederichs Gelbe Reihe, Bd. 24, Düsseldorf / Köln 1979; zit. nach Eugen Drewermann, Die Spirale der Angst. Der Krieg und das Christentum, Herder Spektrum, Freiburg i. Breisgau 1991, S. 23 / 24; Hervorheb. d. d. Verf.

10) zit. nach: Elberfelder Studiënbibel, R. Brockhaus Verlag Wuppertal, Textstand Nr. 21, 1. Auflage 2005

11) Georg Picht (1913 – 1982), deutscher Religionsphilosoph, Pädagoge und Soziologe; Anm. d. d. Verf.

12) Konrad Lorenz [1903 – 1989], Ethologe und Nobelpreisträger, 1983

13) Pjotr A. Kropotkin, Die Eroberung des Brotes, Carl Hanser Verlag, München 1973, S. 54 / 55

14) Karl Heinrich Marx [alias Moses Mordechai Levi] und Friedrich Engels, Manifest der kommunistischen Partei, II, 1848; Philipp Reclam Universal-Bibliothek, Stuttgart 1969, S. 41

15) Reinhard P. Gruber, Manifest der Faulheit, in: Jochen Jung (Hrsg.), Lob der Faulheit, Literaturalmanach, Residenz Verlag, Salzburg und Wien 1986; zit. n. Gerhard Senft, Verweilen im Augenblick, a.a.O., S. 127

16) Friedrich Schlegel, Idylle über den Müßiggang, in: Lucinde, 1799; zit. n. Gerhard Senft, Verweilen im Augenblick, a. a. O., S. 19

17) Nach Gaius Cilnius Maecenas (70 v. Chr. – 8 n. Chr.), wohlhabender, adliger römischer Patrizier, der Künstler, Dichter und Philosophen finanziell großzügig unterstützte und förderte. Maecenas hatte erkannt und anerkannt, daß die Klasse der Kreativen und Künstler, der Dichter und Denker weitgehend vom Zwang des Arbeitens für ihren Lebensunterhalt befreit werden muß, um die Gesellschaft kulturell und intellektuell befruchten und bereichern zu können. Die Bezeichnung „Mäzen“ geht auf seinen Namen zurück.

18) Max Adler, Max Stirner und der moderne Sozialismus; zit. n. Gerhard Senft, Verweilen im Augenblick, a. a. O., S. 23

19) Gerhard Senft, nach Friedrich Schlegel, Lucinde, 1799; in: Verweilen im Augenblick, a. a. O., S. 13

20) Nach Joh. Hoffmeister, Wörterbuch der Philosophischen Begriffe, Verlag Felix Meiner, Hamburg 1955

21) Bertrand Russell, Lob des Müßiggangs, zit. n. G. Senft, Verweilen im Augenblick, a. a. O., S. 61 – 63

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse
SPD erwägt Zulassungsstopp für bestimmte E-Auto-Hersteller

Die SPD bringt wegen möglicher Cyberrisiken einen Zulassungsstopp für bestimmte Elektroautohersteller ins Spiel. Der digitalpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Schätzl, [ ... ]

Die Union hat laut neuer Insa-Umfrage ihren Rückstand auf die AfD in der Wählergunst wettgemacht. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut jede Woche für "Bild am Sonntag" [ ... ]

Nachdem die schwarz-rote Koalition eine Einigung bei der Reform des europäischen Asylsystems GEAS gefunden hat, ist offen, ob Teile der Vorschläge von allen Bundesländern umgesetzt werden.

Mehrere [ ... ]

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt bei vernetzten chinesischen Elektroautos vor Sicherheitsrisiken durch mögliche externe Zugriffe.

"Prinzipiell ist es möglich, dass Angreifer [ ... ]

Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW), Moritz Schularick, verlangt nach mehr Koordination der deutschen Wirtschafts-, Verteidigungs- und Außenpolitik durch das Bundeskanzleramt.

"Wir [ ... ]

Die Heizungsindustrie hat im vergangenen Jahr 627.000 Geräte in Deutschland abgesetzt. Das ist der niedrigste Stand seit 2010.

Nach dem bereits starken Einbruch der Verkaufszahlen im Jahr davor stand [ ... ]

Mit einem staatlich verwalteten Bürgerfonds nach schwedischem Vorbild wollen die Grünen die private Altersvorsorge umbauen.

Das geht aus einem Beschlussantrag der Grünen-Bundestagsfraktion [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.