Wie verlief die Kommunikation zwischen Piloten und Flugsicherheit des Unglücksfliegers MH17? Dies könnte ein wichtiger Hinweis sein auf die mögliche Absturzursache. Doch der ukrainische Geheimdienst hat die Gespräche konfisziert und will sie nicht veröffentlichen. - Ein ungeheuerlicher Skandal.
Die Blackbox könnte Aufschluss geben, was in den letzten Flugminuten von Malaysia Airlines wirklich geschah. Insbesondere die Gespräche zwischen den Fluglotsen und den Piloten sind wichtig. Ermittler erhoffen sich auch vom aufgezeichneten Funkverkehr zwischen den Piloten der abgestürzten Passagiermaschine und ukrainischen Fluglotsen Aufklärung darüber, ob und warum die malaysische Boeing 777-200 ihre Flugroute geändert haben könnte. - Doch die Ukraine behindert diese Forschungen bisher massiv.
Der Mitschnitt des Funkverkehrs wird bislang beim ukrainischen Geheimdienst SBU unter Verschluss gehalten. Es sei unklar, ob und wann die Aufzeichnungen internationalen Experten zur Analyse übergeben würden, sagte ein namentlich nicht genannter SBU-Mitarbeiter am Mittwoch Medien in Kiew zufolge. Die Behörden hätten den Mitschnitt in Dnjepropetrowsk kurz nach dem Absturz am 17. Juli beschlagnahmt, hieß es.
Russischen Militärangaben zufolge flog die malaysische Boeing auf den Flugstraßen W633 und L69. Kurz nach Donesk habe die Boeing ihre geplante Flugbahn allerdings rund 14 Kilometer nach Norden verlassen. Dabei habe das Flugzeug drei Minuten vor dem Verschwinden vom Radarschirm an Höhe und Geschwindigkeit verloren.



