Die Mainstream-Presse schießt auf Russland ein. Die entscheidenden Fragen werden jedoch bewusst ausgelassen: Wo sind die Fakten zu MH17 - werden die Daten etwa gerade zurechtfrisiert?
Von Michael Mross
Fast zwei Wochen ist es her, dass Malaysia Airlines MH17 abgeschossen wurde. Gleich nach dem Vorfall versprachen die USA einen "Berg von Beweisen". Angebliche Satellitenfotos sollten zeigen, dass Putin und seine Rebellen hinter der Tragödie steckt. Die Schuldfrage ist für SPIEGEL & Co. inzwischen längst geklärt - auch ohne Beweise.
Das ist ein riesiger Skandal. Anstatt kritische Fragen zu stellen, betreiben die Medien eine nie Dagewesene Gehirnwäsche. Kritik der Leserschaft beantwortet DER SPIEGEL mit einem hetzerischen Leitartikel. Das ist eine völlig neue Dimension in der westlichen Presse.
Es ist erschreckend, wie die Medien das psychologische Instrument der Suggestion gezielt aber ebenso durchschaubar einsetzen, um den Leser über die hohe logische Hürde der Täterschafts- und Beweisfrage zu zerren, indem man die Aufmerksamkeit auf Art und Umfang weiterer Konsequenzen lenkt und damit impliziert, die Schuldfrage sei längst geklärt.
Das ist sie aber nicht! Die Schuldfrage ist weiterhin ungeklärt!
Entscheidende Fragen sind nach wie vor offen. Nicht auszuschließen, ja sogar wahrscheinlich ist, dass Kiew selbst MH17 abgeschossen hat. Genau dafür spricht jedenfalls im Moment die Faktenlage:
1. Warum hält Kiew die Fluglotsengespräche unter Verschluss?
2. Warum bombadiert Kiew die Absturzgegend und verhindert die Arbeit der Ermittler?
3. Warum zeigen die USA keine Satellitenbilder von angeblichen BUK-Raketensystem in den Händen der Rebellen?
4. Wieso haben die Rebellen die Blackbox übergeben?
5. Warum wurden Details der Blackbox ("Raketenabschuss") völkerrechtswidrig über die USA geleakt?
6. Warum gibt es immer noch keine offiziellen Veröffentlichungen zum Inhalt der Blackbox?
Es gibt noch viel mehr Fragen. Auffällig ist, dass die Medien diese nicht stellen und stattdessen Russland mit emotionaler Propaganda überschütten.
Zwei Wochen nach Abschuss von MH17 muss man nun das Schlimmste befürchten: Dass die entscheidenden Fakten und Daten entweder gar nicht mehr veröffentlicht oder dass sie entsprechend manipuliert werden. Wozu sonst braucht man so lange Zeit, Daten, welche mit Sicherheit vorhanden sind, freizugeben?
Für die Geheimhaltung westlicher Erkenntnisse in Sachen MH17 könnte es aber auch noch eine ganz andere Ursache geben, die bisher noch gar nicht diskutiert wurde: Russsische Rebellen und Kiew streiten bekanntlich jede Schuld ab. Vielleicht gibt es ja noch einen bisher unbekannten Dritten, der für den Abschuss verantwortlich ist? Ist das möglicherweise der Grund, warum die oben genannten Fragen bisher nicht beantwortet wurden?



