Experte rechnet mit Übernahme-Attacken auf deutsche Banken. "Die Schaffung einer gemeinsamen Aufsicht und einheitlicher Regeln ist der Treiber für eine Neuordnung des Finanzsystems in Europa"
Leonard Fischer, Chef der Finanzholding RHJ, rechnet mit Übernahme-Attacken auf deutsche Banken. "Die Schaffung einer gemeinsamen Aufsicht und einheitlicher Regeln ist der Treiber für eine Neuordnung des Finanzsystems in Europa", sagte Fischer, der mit RHJ vor Kurzem die BHF-Bank übernommen hat, in einem Interview mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL.
Gewinner einer solchen Neuordnung könnten Banken aus Südeuropa sein, die laut Fischer höhere Gewinnmargen haben, aber schwerer an Einlagen kommen. "Banken aus den Peripheriestaaten werden daher versuchen, Institute in Deutschland oder anderen mitteleuropäischen Staaten zu übernehmen", sagte Fischer. "Ich glaube, dass keine Bank in einem solchen Szenario vor einer Übernahme gefeit wäre." Eines sei doch klar: "Der deutsche Markt ist gerade in. Der Immobilienmarkt ist in, der Mittelstand ist in, alles hier ist in."



