Spekulative Finanzanleger ziehen sich bei Gold und Silber zurück. Konjunkturdaten könnten in den kommenden Monaten das Thema Zinserhöhungen auf die Agenda der Fed rücken lassen.
Von Commerzbank Commodity Research
Nach den Preiseinbußen letzte Woche handeln Gold und Silber zu Wochenbeginn wenig verändert. Trotz einer leichten Erholung am Freitagnachmittag bleibt der Goldpreis nach wie vor unterhalb der Marke von 1.300 USD je Feinunze, während Silber weiterhin deutlich unterhalb von 21 USD je Feinunze und damit nur unweit eines 6-Wochentiefs notiert.
Die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten haben gezeigt, dass im Juli bereits den sechsten Monat in Folge mehr als 200 Tsd. neue Stellen geschaffen wurden. Allerdings verzeichnete die Arbeitslosenquote einen überraschenden Anstieg. Die US-Notenbank Fed zeigt sich weiterhin zurückhaltend, was eine zeitnahe Normalisierung des Zinsniveaus angeht, und spricht von „erheblichen Unterauslastungen“ auf dem Arbeitsmarkt.
Allerdings werden wohl anhaltend gute Konjunkturdaten in den kommenden Monaten das Thema Zinserhöhungen auf die Agenda der Fed rücken lassen, was die relative Attraktivität von Gold und Silber reduzieren und stark steigenden Preisen entgegenstehen dürfte.
Wie aus der CFTC-Statistik ersichtlich ist, haben die spekulativen Finanzanleger zu den jüngst gefallenen Preisen beigetragen. In der Woche zum 29. Juli reduzierten sie bei Gold ihre Netto-Long-Positionen um knapp 14% auf 108,6 Tsd. Kontrakte und damit den niedrigsten Stand seit Ende Juni. Bei Silber wurden die Netto-Long-Positionen auf 40,5 Tsd. Kontrakte abgebaut. Der Positionsabbau dürfte sich nach dem Datenstichtag fortgesetzt haben, worauf die weiter gesunkenen Preise hindeuten.



