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Gegenwind für Gold

Das neuerliche Unterschreiten der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie dürfte zu Anschlussverkäufen geführt haben, was den Druck auf den Preis wohl noch verstärkt hat.- Dollar weiter höher.

 

Von Commerzbank Commodity Research

Der Goldpreis fällt heute Morgen auf ein Wochentief von rund 1.275 USD je Feinunze. Das neuerliche Unterschreiten der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Linie dürfte zu Anschlussverkäufen geführt haben, was den Druck auf den Preis wohl noch verstärkt hat. In Indien hat sich gemäß Daten der Zentralbank das Leistungsbilanzdefizit im zweiten Quartal auf 7,8 Mrd. USD ausgeweitet (1,7% des BIP), nach 1,2 Mrd. USD im Quartal zuvor.

Im Vorjahresquartal betrug das Defizit allerdings noch 21,8 Mrd. USD (4,8% des BIP), was unter anderem auf außerordentlich hohe Goldimporte zurückzuführen war. Diese waren auch jetzt wieder für das höhere Defizit mitverantwortlich, denn die Goldeinfuhren sind zwischen April und Juni im Quartalsvergleich von 5,3 Mrd. auf 7 Mrd. USD gestiegen. Die indische Zentralbank hatte mehr Banken die Genehmigung erteilt, Gold zu importieren. Sie zeigt sich aber zuversichtlich, das Leistungsbilanzdefizit im laufenden Fiskaljahr unter 2% halten zu können.

Die Regierung dürfte daher auch die Goldimportrestriktionen auf absehbare Zeit beibehalten. Der Verband der indischen Schmuckhändler schätzt, dass die Goldimporte im August auf 40-50 Tonnen zunehmen werden, da Schmuckhersteller im Vorfeld der Feiertagssaison Lagerbestände aufbauen würden. Im Zuge dessen dürften laut Verbandsangaben die physischen Prämien in Indien auf 20-25 USD je Feinunze steigen, nach aktuell 8-10 USD.

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