Der von den Niederlanden erstellte Zwischenbericht zum Absturz von MH17 ist ein Skandal. Wichtige Fragen bleiben unbeantwortet und sollen erst in einem Jahr erläutert werden. Was wollen die Behörden vertuschen?
Die wichtigsten "Untersuchungsergebnisse":
-
Es gibt keine Hinweise auf technisches Versagen oder Pilotenfehler.
- Eine große Zahl von Objekten durchlöcherte mit großer Wucht die Boeing von außen, daraufhin brach sie noch in der Luft auseinander.
- Der Flug verlief normal und es gab keinen Notruf der Besatzung.
- Zur Uhrzeit der Katastrophe am 17. Juli um 13.20 Uhr befanden sich drei weitere zivile Maschinen im Luftraum über Donezk. Der kürzeste Abstand zu Flug MH17 war 30 Kilometer.
Der von den Niederlanden erstellte Zwischenbericht zum Absturz einer malaysischen Boeing-Passagiermaschine über der Ostukraine hat nach Expertenansicht nichts an Substanz. „Dieser Bericht lässt alle Fragen noch für ein Jahr unbeantwortet“, kritisierte der deutsch-amerikanische Publizist und Wirtschaftsjournalist Frederick William Engdahl am Dienstag in Washington.
„Der Bericht sagt uns nichts, weil darin keine Daten enthalten sind, die etwas belegen. Es entsteht der Eindruck, dass das Papier nur veröffentlicht wurde, um mitzuteilen, dass der ausführliche Bericht erst in einem Jahr publik gemacht wird. Dieser Zwischenbericht hat weder für die Konfliktseiten noch für Familien einen Wert, deren Angehörige an Bord der verunglückten Maschine flogen“, sagte Engdahl.
Beobachter seien von den Kiewer Behörden und den nicht regulären Truppen der sogenannten Nationalgarde daran gehindert worden, den Absturzort der Boeing zu besichtigen, weil die Gegend von der ukrainischen Seite dauernd beschossen worden sei. „Sie (Experten) konnten nicht näher kommen. Wenn die Kiewer Regierung an einer wahrheitsgetreuen Analyse tatsächlich interessiert gewesen wäre, hätte sie das Feuer eingestellt und den Beobachtern freien Zugang (zur Absturzstelle) gewährleistet. Dagegen stellten die Volksmilizen die beiden Flugschreiber den malaysischen Behörden gerne zur Verfügung.“
Engdahl zufolge hätten wichtige Indizien bei interessierten Seiten eingezogen werden sollen, damit eine wahrhaft unabhängige Expertenkommission sie und alle anderen Beweise an der Absturzstelle hätte untersuchen könnten. Zudem sollen alle Daten zum Flugverkehr über dem Territorium der Ukraine und zur konkreten Fluglinie veröffentlicht werden. Solange dies nicht getan ist, wird es unmöglich sein, irgendwelche Schlüsse zu ziehen“, bemängelte der Publizist. (mit Ria Novosti)



