Wagenknecht: Schäuble muss neuen HRE-Skandal „restlos“ aufklären. Es sei nicht hinnehmbar, dass der Bankenrettungsfonds Soffin „der Öffentlichkeit nicht die Wahrheit darüber mitteilen will, wie viel Milliarden an Steuergeldern er erneut verzockt hat“
Hintergrund ist ein Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, in dem von Missmanagement bei der Bad Bank die Rede ist. Sie habe im Jahr 2012 Griechenland und Hedgefonds freiwillig 2,56 Milliarden Euro überlassen, indem sie zum einen Anleihen im Volumen von 2,7 Milliarden Euro zur Umschuldung in Griechenland eingereicht und damit einen Verlust von fast 2,1 Milliarden Euro in Kauf genommen habe, hieß es. Außerdem habe die Bad Bank Anleihen an Hedgefonds mit 475 Millionen Euro Verlust verkauft. Im Bundesfinanzministerium, im Bankenrettungsfonds Soffin und in der FMSW habe man nicht gewusst, dass es sich um wertvollere Anleihen handelte.
Wagenknecht zeigte sich empört darüber, dass „den Finanz-Aasgeiern 2,56 Milliarden Euro in den Rachen geworfen“ worden sei, was etwa dem tausendfachen Betrag entspreche, den die Bundesregierung aktuell zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie zur Verfügung gestellt habe. Sie unterstrich zudem, dass die Rettung der HRE-Bank auf Staatskosten, die der damalige SPD-Finanzminister Peer Steinbrück zu verantworten hatte, bereits ein Skandal für sich gewesen sei. „Der Bilanzierungsfehler in Höhe von 55,5 Milliarden Euro zeigte, dass die Bundesregierung! en die finanzielle Giftmüllhalde nie unter Kontrolle hatten“, sagte Wagenknecht. „Das neue offensichtliche Milliardengeschenk an die Hedgefonds durch die HRE-Bad Bank reiht sich ein in diese schier endlose Skandalliste.“



