Nach zahllosen Skandalen verliert die Gutmenschen-Legende "Greenpeace" nun Tausende von Förderern. Den Mitglieder- und Geldgeberschwund versucht man jedoch zu vertuschen.
Die deutsche Sektion der Umweltschutzorganisation Greenpeace muss nach Bekanntwerden eines Finanzskandals bei der Mutterorganisation den Verlust tausender Geldgeber verkraften. Von Mitte Juni bis Ende August hätten 7328 Fördermitglieder gekündigt, sagte ein Sprecher.
Doch der Geldgeber-Schwund ist nicht nur durch dubiose Zockereien und Devisenspekulationen begründet, welche Greenpeace Millionen kostete. Im Juni wurde bekannt, dass der Luxemburger Greenpeace-Vorstand per Jet zur Arbeit nach Amsterdam reist.
Greenpeace-Gläubige zeigten sich entrüstet über die Politik an der Spitze der Organisation. Aktivisten beschwerten sich über die Reisegewohnheiten der Manager und die lockere Ausgabepolitik.
Im Mai 2014 war ein misslungenes Währungsgeschäft von Greenpeace bekannt geworden, bei der ein Angestellter 3,8 Millionen Euro Spendengelder verspekuliert hatte. Schließlich stellte sich heraus, dass es nicht nur die Zockerei eines Einzelnen war, welche zu dem Verlust führte, sondern dass Börsen-Spekulationen mit Spendengeldern bei Greenpeace offenbar an der Tagesordnung waren. - Ein Mitarbeiter aus der Finanzabteilung hatte unter anderem die Spendengelder verzockt, indem auf sinkenden Euro spekulierte.
Trotz Verfehlungen und Zockereien: Vom Untergang ist Greenpeace nicht bedroht. Insgesamt hat der Verein noch rund 590.000 Förderer in Deutschland.



