Mit rund 98 Quadratkilometern ist Sylt die größte deutsche Nordseeinsel – und die beliebteste.
Bis zu 700.000 Gäste kommen jährlich nach Sylt – und schwärmen von den riesigen Dünen, der braunen und violetten Heidelandschaft, dem Wattenmeer und den gemütlichen Reetdachdörfern. Es ist eine ganz besondere, fast schon urtümliche Atmosphäre, die für Sylt-Liebhaber die Faszination der Insel ausmacht und nicht nur die High Society Deutschlands anzieht, sondern auch Sportler, Gourmets, Naturliebhaber und Wellnessfreunde.
Mondän, heilsam, wunderschön
Sylt gilt seit den 1960er Jahren als die Insel der Reichen und Schönen, der High Society Deutschlands. Doch wer einmal das Eiland im nordfriesischen Wattenmeer besucht hat, weiß, dass Sylt viel mehr zu bieten hat: Der routinierte Sylt-Urlauber schwört auf das einzigartige Reizklima, die wohltuende Wucht der Wellen, die Schönheit der Natur und der alten Fischerdörfer. Seit dem 19. Jahrhundert kommen Gäste auf die Nordseeinsel, um Atemwegserkrankungen wie Asthma auszukurieren. Durch die starke Brandung auf Sylt entsteht eine Art Sprühnebel, das sogenannte Meeresaerosol, das Natrium, Kalium, Kalzium, Fluor und Jod enthält und dem eine therapeutische Wirkung nachgesagt wird. Auch eine erste Badeanstalt entstand bereits im Jahre 1857, ein florierender Badebetrieb entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten auch in vielen Orten Sylts.
Sportliche Sylt-Urlauber sind vor allem begeistert von der stärksten Brandung aller deutschen Meeresküsten, am stärksten ist die Wucht der Wellen in Kampen, doch auch auf den restlichen Strandabschnitten, die man auf über 84 Strandübergängen durch die Dünen erreicht, erhält man an den meisten Tagen von den sich überstürzenden Wellen eine Ganzkörper-Massage. Entspannt wird danach in einem der 12.000 Strandkörbe der Insel oder beim Schlendern auf der Kurpromenade.
Von „Giftbuden“ und „Friesen-Monaco“
Vor allem Westerland bietet alles für spaß- und entspannungshungrige Gäste. Neben der berühmten Musikmuschel an der Promenade, in der das ganze Jahr über Konzerte zum Zuhören einladen, finden Urlauber auch viele weitere kulturelle Highlights in dem größten Ortsteil der Gemeinde Sylt. Auch die vielen kleinen Restaurants und Cafés sowie die „Giftbuden“ sorgen für das Wohl der Kurgäste. Als „Giftbuden“ werden übrigens die Vorläufer der schicken Strandbars bezeichnet, die so heißen, weil in ihnen früher „Gift“, einfacher Kümmelschnaps, an die frierenden Badegäste ausgeschenkt wurde.
Zudem bietet Westerland ein pulsierendes Nachtleben und ein Kasino – zwei Gründe, warum die einst einzige Stadt von Sylt auch liebevoll „Friesen-Monaco“ genannt wird. Nachts wird dann in eines der vielen Hotels in Westerland eingekehrt, zum Beispiel in das beliebte Hotel Miramar in der Friedrichstraße, das seinen Gästen schon seit 1903 einen stilvollen Fünf-Sterne-Urlaub mit wunderschönem Meerblick verspricht.
Jeder Ort ein Puzzleteil
Auch die anderen elf Orte der nordfriesischen Insel sollte man gesehen haben – jeder Ort besticht durch seinen ganz eigenen Charme, mit blumigen Vorgärten, Reetdächern oder Strandpromenaden, Leuchttürmen oder Torbögen aus Walknochen. Und doch ist jeder Ort Sylts wie ein Puzzleteil – erst zusammen bilden List, Kampen, Keitum und Co. ein großes Bild, dass die besondere und vielfältige Atmosphäre der „Schönen im nordfriesischen Wattenmeer“ ausmacht.



