Der Goldpreis fällt heute Morgen zwischenzeitlich auf 1.216 USD je Feinunze und damit den tiefsten Stand seit Anfang Januar. US-Dollar gegen Euro auf 14-Monatshoch.
Von Commerzbank Commodity Research
Der Goldpreis fällt heute Morgen zwischenzeitlich auf 1.216 USD je Feinunze und damit den tiefsten Stand seit Anfang Januar. Belastet wird der Preis durch den festen US-Dollar, der gegenüber dem Euro auf ein 14-Monatshoch aufwertet. Die US-Notenbank Fed hat gestern wie erwartet ihre monatlichen Anleihekäufe um weitere 10 Mrd. auf jetzt noch 15 Mrd. USD reduziert. Die Ankündigung des Endes von QE3 auf der nächsten Sitzung im Oktober ist nur noch Formsache.
Die Fed hat allerdings nicht eine baldige Zinserhöhung signalisiert, sondern ihre Formulierung, dass die Zinsen auch nach dem Ende von QE3 noch über einen beträchtlichen Zeitraum auf dem derzeitigen Niveau verharren würden, beibehalten. Die Fed-Vorsitzende Janet Yellen hat jedoch in der Pressekonferenz relativiert, dass dies stark von der Datenlage abhängt – und die hat sich in den letzten Monaten klar verbessert.
Unsere Volkswirte sind der Ansicht, dass die Fed aller Wahrscheinlichkeit nach die Zinsen im nächsten Jahr anheben und damit im Juni beginnen wird. Eine Verschnaufpause für die Märkte gibt es nicht, denn heute stehen schon die nächsten wichtigen Ereignisse an. Am späten Vormittag berichtet die EZB über die Zuteilung für ihren ersten sog. zielgerichteten Tender (TLTRO). Und schließlich stimmt Schottland über seine Unabhängigkeit ab. Dies könnte zu erhöhter Nervosität an den Finanzmärkten führen.



