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AfD 20%

Umfrage: AfD erreicht in der Wählergunst höchsten Wert seit ihrer Gründung. Jeder fünfte Deutsche überlegt, AfD die Stimme zu geben. 59 Prozent der Bundesbürger glauben, dass die AfD im nächsten Bundestag vertreten sein wird.

 

Nach ihren Wahlerfolgen in Brandenburg und Thüringen erreicht die Alternative für Deutschland bundesweit in der Wählergunst den höchsten Stand seit ihrer Gründung. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich im Auftrag von BILD am SONNTAG erhebt, kann sie einen Prozentpunkt zur Vorwoche zulegen und kommt auf acht Prozent. Einen Prozentpunkt abgeben muss hingegen die Union, die auf 40 Prozent kommt. Unverändert bleiben die Werte von SPD (25 Prozent), Linkspartei (9 Prozent), Grünen (9 Prozent) und FDP (3 Prozent). Die Sonstigen landen bei 6 Prozent.

Insgesamt überlegt jeder fünfte Deutsche, der AfD seine Stimme zu geben. Nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von BILD am SONNTAG könnten sich 20 Prozent der Deutschen vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl die AfD zu wählen. Vor zwei Wochen lag das Wählerpotential allerdings noch bei 22 Prozent.

59 Prozent der Bundesbürger glauben, dass die AfD im nächsten Bundestag vertreten sein wird, 29 Prozent nicht. Allerdings sind 78 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass die AfD ihre politischen Ziele  wie die Abschaffung des Euro, die Eindämmung der Kriminalität  oder die Erhöhung der Geburtenrate  in einer Regierungsbeteiligung nicht umsetzen könnte. Nur 18 Prozent trauen dies der Partei zu.


Für den Sonntagstrend befragte Emnid vom 11. bis zu, 17. September insgesamt 2319 Personen. Für die AfD-Umfrage befragte Emnid am vergangenen Donnerstag insgesamt 502 Personen.

 

FOCUS-Interview mit Armin Laschet und Bernd Lucke: Fronten zwischen Union und AfD verhärtet – Lucke sieht Berührungspunkte mit der SPD

Auch nach Abschluss der Serie von Landtagswahlen zeigen sich unüberwindbare Gräben zwischen Union und AfD. In einem Streitgespräch im  Nachrichtenmagazin FOCUS betonten AfD-Parteisprecher  Bernd Lucke und der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet grundlegende Differenzen. Laschet warf Lucke Verharmlosung der DDR vor: „Das Schlimme ist doch, dass Sie das Gefühl vermitteln, dass in der DDR alles gar nicht so schlecht war und es  dort tolle Kinderkrippen gab“, so Laschet. „Ich möchte meine Kinder nicht in eine Kinderkrippe à la DDR geben.“

Lucke wiederum kritisierte Versäumnisse der Union in der Zuwanderungspolitik. Es gebe in Deutschland „viele Regeln, unter denen man unqualifiziert einwandern kann“, so Lucke. Die Union habe für die Länder Bulgarien und Rumänien die Freizügigkeit in der EU voreilig ermöglicht. „Für osteuropäische Staaten wurde die Freizügigkeit zu früh gewährt. Das hat zu Armutsmigration geführt insbesondere aus Rumänien und Bulgarien“, rügte Lucke. „Dafür sind Sie verantwortlich! Ihre Partei!“

Laschet betonte in dem FOCUS-Interview, die AfD komme für die Union derzeit nicht als Koalitionspartner in Betracht. „Wer latent gegen Europa Stimmung macht, kann für uns kein Partner sein“, sagte Laschet. „Man darf mit außenpolitischen Grundorientierungen, europäischen Grundwerten, dem europäischen Binnenmarkt und der Freizügigkeit auf der Bundesebene keine Spielchen machen.“

Auf die Frage nach möglichen Partnern für die AfD schloss Parteisprecher Lucke ein Bündnis mit den Linken aus, rückte aber eine Koalition mit der SPD in den Bereich des Möglichen: „Als eine soziale Partei haben wir Berührungspunkte mit der SPD – falls die sich mal wieder um Sparer und Steuerzahler kümmert“, so Lucke. „Aber wir laufen niemandem hinterher.“

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