Mit Sorge verfolgt Shiller die wachsenden geopolitischen Spannungen, vor allem die Konfrontation des Westens mit Russland: „Ich fühle mich an das Jahr 1937 erinnert.“ Sanktionen würden die Erholung in Europa schwächen, die Drohungen aus Moskau Zukunftsängste schüren. Es bestehe die Gefahr einer da! uerhaften Stagnation.
Daher fordert Shiller die Regierungen der großen Industrieländer auf, die Notenbanken im Kampf gegen die Krise nicht im Stich zu lassen. Die Geldpolitik stoße an ihre Grenzen, hingegen sei die Fiskalpolitik „das Instrument, das wir nicht adäquat einsetzen“. Gerade Deutschland könne und müsse mehr tun. Berlin, das von der US-Regierung erst am Wochenende auf dem G20-Gipfel zu mehr Entschlossenheit gedrängt wurde, kommt auch für Shiller eine ökonomische Führungsrolle zu. Investitionsprogramme könnten das Wachstum stimulieren und mit Steuererhöhungen finanziert werden.



