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Krieg als Mittel zur Rettung des Finanzsystems

Eine wesentliche Problemursache liegt (wie so oft) im Geldsystem, welches im Jahre 1944 durch die US-Dollar-Leitwährung vereinheitlicht wurde. Diesen Gedanken verstehen nur Wenige, wenn man z.B. sagt, daß der Dollar in Japan „Yen“ heißt und in Europa „Euro“.

„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde
mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.”


Voltaire (1694-1778), französischer Schriftsteller und Philosoph

 

Andreas Popp im Gespräch mit Michael Vogt (www.quer-denken.tv)

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„Hurra, wir sind Export-Weltmeister…“ bzw. kämpfen mit dem 20-mal größeren China um diesen „Titel“. Aber werden wir dadurch wirklich reicher oder eher ärmer? Es ist an der Zeit, auch das Thema Exportüberschüsse einmal näher zu untersuchen. Immer wieder erklärt man dem Volk, daß die Deutschen am meisten vom Euro profitieren.

 

Ex-Kanzlerdarsteller Helmut Schmidt stellte im Interview mit dem Handelsblatt dazu lapidar fest: „Ich frage mich, ob dieser Profit wirklich ein Profit ist. Ich frage mich, ob es wirklich gewinnbringend ist, andauernd Leistungsbilanzüberschüsse aufzubauen. Langfristig ist das kein Gewinn. Es bedeutet, daß man Waren verkauft und dafür nur Papiergeld erhält. Das wird später abgewertet, und man muß es abschreiben. So hält man Güter von der eigenen Nation fern, die sonst hätten konsumiert werden können.“

 

Eine wesentliche Problemursache liegt (wie so oft) im Geldsystem, welches im Jahre 1944 durch die US-Dollar-Leitwährung vereinheitlicht wurde. Diesen Gedanken verstehen nur Wenige, wenn man z.B. sagt, daß der Dollar in Japan „Yen“ heißt und in Europa „Euro“. Im Bretton-Woods-Abkommen wurde der US Dollar von allen relevanten Ländern des Globus als Weltleitwährung abgesegnet. Der mit 25% goldunterlegte Dollar fungierte als Ersatz für eigene physische Edelmetalle in den verschiedenen Staatstresoren. Die Dollarüberschüsse aus Exportgewinnen hätte man also in pures Gold bei der FED (Federal Reserve) eintauschen können. Als Anfang der 1970er Jahre Frankreich von diesem Recht Gebrauch machen wollte, mußte der damalige Präsident Nixon das „Goldfenster“ schließen, denn es gab nicht mehr genügend Gold für die inflationierte Dollarmenge. Seitdem ist der Dollar quasi wertlos und das Geldmengenkorrektiv aufgehoben.

 

Export- bzw. Außenhandelsüberschüsse sind also sehr gefährlich, denn sie bestehen nur aus wertlosem Papier (nicht einmal das, da Geld heute fast nur noch aus Bits und Bytes besteht). Wir sind also stolz darauf, wenn wir mehr Produkte ins Ausland verkaufen, als das wir fremde Produkte beziehen, obwohl alle Wirtschaftsteilnehmer nur „anschreiben“ lassen, bzw. mit „Geld“ bezahlen, was auf dasselbe hinausläuft. Sollte man diese „Versprechen“ nicht mehr einhalten können, was bisher immer(!) der Fall war, verlieren im Rahmen einer Währungsreform alle ihr Vermögen, während z.B. die deutschen Autos weiterhin im Ausland genossen werden können. Wer aber nur deshalb die währungspolitischen Maßnahmen, die in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs durchgeführt wurden, als „Versailles 2.0“ bezeichnet, verstößt auf jeden Fall gegen die „Political Correctness“.

 

Noch einmal Helmut Schmidt zu der unveränderten Umsetzung (und Rechtfertigung) der Instrumentalisierung der deutschen Zeitgeschichte mit dem Ziel der Festschreibung eines weltweiten Ausbeutungs- und Ausplünderungssystems: „Wegen der Nazizeit und des Zweiten Weltkriegs wird Deutschland für lange Zeit in der Pflicht stehen - für das ganze 21. Jahrhundert, vielleicht sogar noch für das 22. Jahrhundert. Ja, manchmal benehmen sich die Deutschen wie ein selbstbewußtes Volk und neigen dazu, jedermann zu schulmeistern. Dabei sind sie verwundbarer, als sie glauben …“

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