Zwei Festnahmen, zwei auf der Flucht: MIt viel Aufwand gab es heute eine bundesweite Razzia gegen die angeblichen Betreiber von Deutschlands beliebtestem Filmportal "kinox.to". Doch die Seite läuft munter weiter.
Razzia heute bei den angeblichen Betreibern von kinox.to - die Behörden und die Medien melden die erfolgreiche Festnahme einiger mutmaßlichen Betreiber. Diese sitzen offenbar derzeit in U-Haft, doch die Seite läuft unversehrt weiter und erfreut sich wie immer größter Beliebtheit: Unter allen deutschen Internetseiten steht kinox.to immerhin auf Platz 50.
Der SPIEGEL - wie so oft - nimmt es mit den Fakten nicht ganz so genau, wenn es um die Verbreitung von Häme und die Dämonisierung Unschuldiger geht. in diesem Fall wird von bösen "Raubkopierern" gesprochen. Doch die Anbieter von kinox.to sind bekanntermaßen keine Raubkopierer sondern stellen nur Links zu Filmen zur Verfügung.
SPON:
Eine Spezialeinheit stürmte ein Wohnhaus in einem Ort nahe Lübeck, in dem die Hauptbeschuldigten, zwei Brüder im Alter von 25 und 21 Jahren, bei ihren Eltern leben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Brüdern, die nicht angetroffen wurden, neben gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung auch räuberische Erpressung und Brandstiftung vor. Zwei weitere Haftbefehle gegen führende Köpfe wurden im Raum Neuss und in Düsseldorf vollstreckt. Insgesamt durchsuchten Fahnder sechs Wohn- und Geschäftsräume in vier Bundesländern.
Dabei ist offenbar nicht viel rausgekommen. Denn kinox.to läuft technisch perfekt weiter. Nur die GVU hat sich gemeldet - mit weiteren Beschuldigungen: Sie rechnet den Beschuldigten weitere Angebote zu - darunter das Portal Movie4k.to sowie Seiten wie Boerse.sx und Mygully.com, über die raubkopierte Spiele, Software und E-Books angeboten werden.
Echte Raubkopierer und ihre Kumpanen haben in Deutschland kein leichtes Leben, wenn sie erwischt werden. Sie werden behandelt wie Schwerstverbrecher, entsprechend lang sind die Haftstrafen. Von dem vielen Geld, von dem immer die Rede ist, bleibt fast kaum was übrig. Am Ende aber haben die meist jugendlichen Anbieter ihr ganzes Leben vermasselt. - Und Alternativen zu anderen Filmportalen gibt es genug.
Aufruf an die noch flüchtigen angeblichen kinox Betreiber: könntet Ihr bei homment.com eine Stellungnahme schreiben? Wir würden diese dann hier veröffentlichen.



