Was war wirklich los in Köln? Der Mainstream spricht von Nazis, Rechtsradikalen, Besoffenen, Schlägereien, Ausschreitungen. Besonders das deutsche Leitmedium SPIEGEL online kämpft an vorderster Front. So stark, dass man zum Thema auch keine Kommentare zulässt.
Von Daniel Fahrenboom
In Köln ging es bekanntermaßen am Wochenende heiß her. Hooligans riefen zu einer Demo gegen die Salafisten auf. Die Sache eskalierte, wenn man den Berichten im Mainstream trauen kann. Besonders SPIEGEL online glänzt mit Berichterstattung von der Anti-Salafisten-Front, die natürlich nur von Rechtsradikalen und Hoolgians durchtränkt ist. Sogar SS-Siggi soll gesichtet worden sein.
Aber was war wirklich los auf der Demo in Köln? Alles Nazis? Oder gabs auch andere? Damit die Meinung des Leitmediums SPIEGEL online nicht kritisiert werden kann, wurden gleich von Anfang an die Kommentare unter den Artikeln gesperrt. Wo kämen wir hin, wenn irgendjemand etwas anderes gesehen hätte als die wachen Augen des SPIEGEL-Teams.
Allerdings trauen sie ihrer eigenen Berichterstattung denn doch nicht so über den Weg, denn warum sollte sonst zu Topthemen der Kommentarbereich gesperrt werden? Das war zuletzt bei MH17 und der Ukraine-Berichterstattung so. Sollte die Berichterstattung über die Salafisten-Demo möglicherweise auch entsprechend einseitig sein, so dass man keine Lesermeinung zulassen kann?
Die Aktion in Köln könnte noch ungeahnte weitere Einschränkungen der Meinungsfreiheit mit sich ziehen. Demonstrationen wie die von Hooligans in Köln müssen nach Ansicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) verboten werden. "Das hat mit Demonstrationsfreiheit nichts mehr zu tun und sollte dementsprechend untersagt werden", sagte der Minister der "Bild-Zeitung" (Dienstag).
Worauf er aber offenbar damit hinaus will: Ein Demonstrationsverbot gegen den Islam. Denn wer gegen den Islam ist, kann nur rechts oder Nazi sein. Und das geht ja nun gar nicht. - Dass es aber auch ganz normale Menschen gibt, die sich durch Salafisten verunsichert fühlen, darauf geht weder die Presse noch der Innenminister ein.
So könnte über die möglicherweise übertriebene Darstellung der Ereignisse von Köln ein Demonstrationsverbot durch die Hintertür kommen. Denn der Begriff "Hooligan" ist bekanntlich sehr weit dehnbar.
Unser Innnenminister und SPIEGEL online haben heute gezeigt, in welche Richtung es geht.



