Die Meinungseinpeitscher von SPIEGEL online beginnen ihr Werk schon frühen Morgen. Dort gibt es "gute Nachrichten" und "schlechte Nachrichten".
Eigentlich lernt es jeder Journalismus-Student schon im ersten Semester: Nachrichten sind wertfrei. Meinungen haben bei Nachrichten nichts zu suchen. Das gilt natürlich nicht für den SPIEGEL. Dessen Leser müssen offenbar auf Linie getrimmt werden, damit sie die Nachrichten entsprechend den politischen Vorgaben auch richtig einordnen können.
In dem Nachrichtenüberblick "DerMorgen live" bei SPIEGEL online geht es schon um 6 Uhr los mit der Gehirnwäsche. So vermeldet der Redakteur eine "gute" Nachricht. Diese besteht darin, dass Nordkoreas Diktator nicht mehr hinkt.
Das ist wirklich eine Nachricht, welche Menschen um 6 Uhr morgens in Deutschland interessiert.
Aber dann geht es weiter mit einer "schlechten Nachricht": die Demokraten in den USA haben eine Niederlage erlitten. - Was an einer Nachricht schlecht sein soll, aus der hervorgeht, dass sich eine Mehrheit der einen oder anderen Politikgruppe zuwendet, bleibt allein das Geheimnis von SPIEGEL online.
Objektivität und Distanz, Überparteilichkeit und Ausgewogenheit - das war gestern. Mainstreamjournalismus heute ist pure Agitation und politische Manipulation.
Spon:
+++ DerMorgen live +++ Kim Jong Un läuft wieder rund
Die gute Nachricht zuerst: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hinkt nicht mehr. Die Staatszeitung "Rodong Sinmun" veröffentlichte Bilder von Kim, auf denen er ohne Gehstock zu sehen ist. Die Aufnahmen zeigen einen lächelnden Machthaber...
Und nun die schlechte Nachricht: In der vergangenen Nacht haben die Demokraten in den Vereinigten Staaten eine herbe Niederlage bei den Kongresswahlen eingefahren - die wichtige Mehrheit im Senat ist verloren. Nun stehen Barack Obama zwei einsame letzte Amtsjahre bevor. Unser Kommentator und US-Korrespondent Sebastian Fischer nennt es "einen Schlag ins Kontor".



