Goldpreis fiel bereits vor der Veröffentlichung neuer Umfragen zum Schweizer Goldreferendum. Hohe Schweizer Goldimporte im Oktober deuten auf robuste chinesische Nachfrage hin.
Von Commerzbank Commodity Research
In der Schweiz deuten kürzlich veröffentlichte Umfragen darauf hin, dass das Goldreferendum Ende des Monats abgelehnt wird. Im Vorfeld der Veröffentlichung neuer Umfrageergebnisse fiel der Goldpreis gestern Nachmittag binnen weniger Minuten um über 20 USD auf 1.175 USD je Feinunze. Offenbar hatten sich einige Marktteilnehmer für einen positiven Ausgang des Referendums positioniert und nun ihre Positionen glattgestellt.
Heute Morgen handelt Gold nur leicht fester bei rund 1.180 USD je Feinunze. Gemäß Daten der Schweizer Zollbehörde hat die Schweiz im Oktober 192,8 Tonnen Gold exportiert, 13% mehr als im September. Davon wurden 75,1 Tonnen nach Indien, 42,5 Tonnen nach China und 25,7 Tonnen nach Hongkong verschifft.
Dies deutet auch auf robuste chinesische Goldimporte aus der ehemaligen britischen Kronkolonie hin. Daten hierzu werden nächste Woche veröffentlicht. Die indische Zentralbank hat ihrerseits bereits schon über deutlich höhere Goldeinfuhren im Oktober berichtet.
Das Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed vom 28./29. Oktober fand am Markt kaum Beachtung, da es keine großen Überraschungen enthielt. Zweifel an ihrem Willen, die Geldpolitik weiter zu normalisieren, ließen die FOMC-Mitglieder nicht aufkommen. Unterdessen wurde der Abbau der Gold-ETF-Bestände wieder aufgenommen. Diese wurden gestern um knapp zwei Tonnen reduziert.



