Immer mehr Menschen können sich den Strom nicht mehr leisten: Rund 345.000 Haushalten in Deutschland wurde 2013 der Strom gesperrt - Rund 23.000 Sperrungen mehr als 2012
Die Zahl der Stromsperren hat sich im vergangenen Jahr erneut erhöht. 344.798 Haushaltskunden in der Grundversorgung wurde 2013 zeitweise der Strom abgeklemmt, heißt es im Monitoringbericht der Bundesnetzagentur (BNetzA), der SPIEGEL ONLINE vorliegt. Das waren gut 23.000 Sperrungen mehr als 2012 und rund 33.000 mehr als 2011. Fast sieben Millionen Mahnverfahren seien 2013 so weit gegangen, dass die Lieferanten ankündigten, den Strom zu kappen. 2011 hatte es rund sechs Millionen solcher Drohungen gegeben.
Der Ausbau des deutschen Stromnetzes kam etwas in Fahrt. Von den rund 1856 Kilometern der sogenannten EnLag-Trassen, die laut Bundesregierung vorrangig gebaut werden müssen, seien inzwischen rund 420 Kilometer fertiggestellt, heißt es im Monitoringbericht. Ende 2013 waren erst 52 Kilometer realisiert gewesen.



