Der Skandal um die Klärung der Abschuss-Ursache von MH17 nimmt immer ungewöhnlichere Formen an. Nun sollen Trümmerteile "entsorgt" werden, weil sie angeblich für die niederländischen Ermittler wertlos seien.
Die Bruchteile der in der Ukraine abgestürzten malaysischen Boeing, die die niederländische Seite nicht mitgenommen hat und die bisher an der Absturzstelle liegen, werden entsorgt, wie Denis Puschilin, Vizesprecher des Volksrates der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR) RIA Novosti mitteilte.
„Die Brucheile werden entsorgt. Gemäß dem mit den Holländern unterzeichneten Protokoll haben sie nur jene Fragmente mitgenommen, die sie für die Ermittlung benötigen. Den Rest werden wir einsammeln und entsorgen“, sagte Puschilin.
Warum die Niederländer nicht an allen Teilen interessiert sind, bleibt offen. Zuvor war bekannt geworden, dass es unter den Ländern, die an der Ermittlung arbeiten, ein Geheimabkommen gibt. Dieses besagt, dass Fakten, welche für die Länder von Nachteil sind, nicht veröffentlicht werden dürfen. Pikant: Malaysia wurde von den Ermittlungen ausgeschlossen. Nur die Niederlande, Australien, Ukraine und Belgien bilden die Ermittlungskommission.
Welche Fakten bisher verheimlicht worden sind, ist unbekannt.
Es dürfte jedoch in der Luftfahrtgeschichte einzigartig sein, dass Ermittlungsbehörden freiwillig auf Trümmer einer Unglücksmaschine verzichten und die Helfer vor Ort anweisen, diese auf den Müll zu werfen.



