Die Ölpreis Implosion bleibt nicht ohne Folgen für den Mittleren Osten. Die Börse in Saudi Arabien crasht. Auch in Dubai und in den anderen Golf-Staaten gehts in letzter Zeit kräftig bergab. - Der Öl-Absturz als globales Konjunktur-Programm oder Omen für einen Kollaps der Weltwirtschaft?
Öl WTI dieses Jahr
Börsen-Absturz im Mittleren Osten. Die Börse in Saudi Arabien verlor in den letzten Tagen 24% und stürzte auch am Sonntag dramatisch weiter ab. Ebenso Dubai & Co. mit Einbruch an den Finanzmärkten. Ein Vorbote für den Crash der Golf-Bubble?
Bisher wurde der Wohlstand einiger weniger in Dubai und Riad weltweit an den Zapfzsäulen finanziert. Billionen flossen in den letzten Jahren auf diese Weise in die Öl-produzierenden Länder. Gigantische Reichtümer wurden aufgebaut. Die Fonds dort sind 100erte Milliarden schwer.
Das Geld floss in die Taschen einiger weniger Scheichs, gedeckt durch die USA, welche das Öl-Kartell unterstützen. Es könnte sein, dass die fetten Jahre jetzt aber erst mal vorbei sind.
Nachdem die OPEC letzte Woche bekanntlich keine Drosselung der Fördermengen vereinbart hatte ging der Ölpreis in den freien Fall über.
Die kollabierenden Rohölpreise werden leider nur sehr zögerlich an die Tankstellen weitergegeben. In der Zwischenzeit machen sich die Ölmultis noch die Taschen voll. Aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis es auch hier zumindest eine leichte Entlastung gibt.
Fakt ist: der Ölpreis ist seit Juli um über 30% kollabiert. An der Zapfe sind die Preise bisher aber nur um gut 10% zurück gegangen.
Ob der fallende Ölpreis auch ein Omen für die Weltwirtschaft ist, steht auf einem anderen Blatt.
Andererseits könnte es aber auch ein Konjunkturprogramm sein, weil Verbraucher und Industrie dramatisch entlastet werden. Besonders die Chemieindustrie und die Airlines sollten davon profitieren.
An der Kursentwicklung von Bayer, BASF und Lufthansa kann man das bereits gut erkennen. Allein die Lufthansa dürfte auf dem jetzigen Ölpreis-Niveau mindestens zwei Milliarden Euro sparen. Deshalb stieg die Aktie auch trotz weiterer Streiks.
Panik-Verkäufe an der Börse in Saudi Arabien:
Quelle: zerohedge




