Norbert Knobloch: Die Geschichte meiner Erkrankung an einem Lymphom. Entdeckung, Behandlung und Heilung. Die mentalen und psychischen Begleiterscheinungen. Die Unterstützung und Hilfe durch andere Menschen. Teil 2
Vorbemerkung: Norbert benötigt dringend weitere Spenden. Er ist leider mittellos. Beim letzten Spendenaufruf sind 300 Euro zusammengekommen. Für weitere Behandlungen ist wird dringend noch Geld benötigt. Norbert Knobloch bedankt sich ausdrücklich bei allen Spendern.
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Empfänger: Norbert Knobloch
Stichwort "Spende für Krankheit"
Von Norbert Knobloch
Meine Behandlung sollte in mehreren Schritten oder Stufen erfolgen. Zunächst sollten mein Immunsystem, meine Abwehrkräfte gestärkt und meine Selbstheilungskräfte gefördert und unterstützt sowie meine Vitalstoff-Mängel ausgeglichen und mein Organismus entgiftet werden. Ich ließ mir die betreffenden Mittel, wo nötig, von meinem Hausarzt verschreiben und von der Flora-Apotheke gegen Rechnung zuschicken. (Dazu später detailliert mehr.) Doch erst bekam ich einen Termin für Dienstag, den 16. September, 9 Uhr, in der Onkologie, Innere Abteilung des Klinikums „Mutterhaus der Borromäerinnen“ in Trier zur Diagnostik. Da ich selber nicht motorisiert bin, ließ ich mich von einem Bekannten nach Trier fahren.
Ich hatte mir schon lange vorher fest vorgenommen, mich keinen schädigenden und invasiven Diagnose-Verfahren wie Röntgen oder Computer-Tomographie und Biopsien (Entnahme lebender Gewebe-Proben) zu unterziehen. Das ist in zweierlei Hinsicht – nämlich in psychologischer und medizinischer – ganz, ganz wichtig: Zum einen trifft man die bessere und eher die richtige Entscheidung, wenn man nicht unter Druck steht, und es fällt einem dann auch wesentlich leichter, bei der einmal getroffenen Entscheidung zu bleiben; zum anderen sind die genannten Verfahren, insbesondere Biopsien, wissenschaftlich und empirisch nachweislich absolut kontra-indiziert und kontra-produktiv, weil jegliche (jede!), auch die geringste Störung oder gar Läsion (Verletzung) eines Tumors zu explosiver Proliferation (Wucherung) und Metastasierung (Streuung) führen kann und meistens auch führt. Deshalb noch einmal: Es ist ganz wichtig, sich vorher in Ruhe zu überlegen und zu entscheiden, was man mit sich machen läßt und was nicht. Es sind Ihr Körper, Ihre Gesundheit und Ihr Leben! Nur Sie sind verantwortlich dafür – niemand sonst! Niemals die Verantwortung abgeben! Allerdings sollte man auch in der Lage und bereit sein, seine Entscheidung zu revidieren, wenn neue Argumente und bisher unbekannte Gründe überzeugend sind und es erfordern.
Nach den Aufnahme-Formalitäten ging es zur Eingangs- / Zugangs-Untersuchung. Nach der mündlichen Anamnese wurde mir Blut abgenommen und auch rektal die Prostata abgetastet. Die Schwellung am Hals wurde abgetastet, Herz- und Lungen-Funktionen wurden abgehört, ein EKG abgeleitet und der Blutdruck gemessen. Sodann wurde ich zur Station auf das für mich vorgesehene Zimmer geschickt. Es handelte sich um ein Vierbett-Zimmer, das erfreulich groß und hell war und einen schönen Balkon zur Südseite mit sehr schöner Aussicht auf Trier und die Mosel sowie ein geräumiges Bad mit Dusche, Waschbecken und WC besaß. Auch mit den drei Mitbewohnern war gut auskommen. Für Wertsachen gab es einen abschließbaren Spind. Das Personal, überwiegend weiblich, war sehr sympathisch, freundlich und hilfsbereit.
Ein Wort aber zum Essen: Die Verpflegung wurde von einem Catering-Unternehmen besorgt und war durchaus schmackhaft und abwechslungsreich. Auch kam jeden Morgen eine Dame des Unternehmens und fragte jeden Patienten nach seinen Wünschen für den folgenden Tag. Doch die Qualität des Essens entsprach nicht den Erkenntnissen der modernen Ernährungslehre: Zwar konnte man Vollkornbrot und auch vegetarische Kostform wählen, doch gab es kaum frisches, rohes Obst und kein frisches, rohes Gemüse; Bio-Qualität gab es schon gar nicht. Mittags gab es gekochte Kartoffeln, Nudeln oder (geschälten) Reis und gekochtes Gemüse sowie Fleisch, Fisch oder Geflügel. Morgens und abends gab es einen sehr kleinen Becher konventionellen Fruchtjoghurt – also mit Zucker und künstlichem Aroma – als „Zugabe“. Eine solch einseitige, mangelhafte Ernährung hält auf Dauer selbst einen Gesunden nicht gesund, geschweige denn, daß sie einem Kranken hilft, gesund zu werden. Das muß sich unbedingt ändern, denn die Ernährung ist gerade bei Krebs sehr, sehr wichtig! Es ist völlig unverständlich, daß dieser wesentliche, ja entscheidende Faktor nicht berücksichtigt wird!
Noch am selben Tag wurde ich zur Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) gebeten. Dort wurden 14 (vierzehn) Knoten an der linken Halsseite unterhalb des Ohres und des Unterkiefers festgestellt; der größte hatte einen Durchmesser von 5,4 cm und verdrängte bereits etwas die Mundspeicheldrüse. Sofort im Anschluß wurde auch mein Herz sonographisch untersucht; es war aber alles in Ordnung. Weiter ging es zur Lungenfunktions-Prüfung; das Ergebnis war sogar ausgezeichnet. Als nächste Untersuchung stand dann die Computer-Tomographie an. Die lehnte ich zunächst wie oben erwähnt ab, weil die Strahlen-Belastung einer CT das Vielfache – bis zum 2.000 fachen! – einer Röntgenaufnahme beträgt.
Nachdem ich zurück in meinem Zimmer war, kam die Stationsärztin, eine sehr junge, nette, sympathische Bulgarin, zu mir, um über meine Ablehnung der CT mit mir zu sprechen. Sie versuchte, mich umzustimmen, und argumentierte hauptsächlich so, daß dieses bildgebende Verfahren für eine genauere Diagnose nötig sei. Auch könne man nur so feststellen, ob Achselhöhlen, Milz und Leistengegend ebenfalls mit Knoten befallen seien. Ich blieb zunächst bei meiner Entscheidung, die ich ihr gegenüber auch begründete, worauf sie meinte, den Oberarzt mit einbeziehen zu wollen und zu müssen. Sie hatte sich verhältnismäßig viel Zeit für mich genommen und war sehr offen, wohlwollend, verbindlich und sehr freundlich.
Schon kurz, nachdem die Stationsärztin das Zimmer verlassen hatte, kam der Oberarzt, ein noch ziemlich junger Türke, zu mir. Auch er war sehr freundlich, verbindlich, offen und wohlwollend. Und auch er versuchte mich umzustimmen. Er argumentierte sehr sachlich, aber eindringlich. So sagte er, daß man wissen müsse, ob und, wenn ja, wo Metastasen im Körper seien. Er betonte die Gefährlichkeit proliferierender Lymphknoten, die beispielsweise wichtige Blutgefäße abschnüren oder die Halsschlagader abklemmen oder zum Platzen bringen könnten. Dann sei selbst eine lebensrettende Notoperation meist nicht mehr möglich.
Ich muß gestehen, daß ich in jenen Momenten kurz ein beklemmendes Gefühl bekam. Doch habe ich mir antrainiert, stets eine Meta-Reflexion anzustellen und mir bewußt zu halten, daß nur ich selber es bin, der die Entscheidungen trifft und die Verantwortung für mich hat. Das setzt natürlich Sachkenntnis und Urteilsfähigkeit voraus, doch die habe ich mir erarbeitet. Es ist im Leben wichtig, sich stets für alles zu interessieren und sich über alles zu informieren!
Ich fragte den Oberarzt, welche Mittel und Methoden die Schulmedizin mir anbieten könne. Er nannte Operation, Hormon-, Bestrahlungs-, Chemo- und Antikörper-Therapie. Ich fragte noch einmal nach, ob das alles wäre, was er wiederholte und bestätigte. Nun fragte ich ihn, ob er sich die Zeit nehmen könne und wolle, um mich anzuhören; das bejahte er. Also versuchte ich, ihm so kurz wie möglich, aber so ausführlich wie nötig den derzeitigen Erkenntnisstand der Wissenschaft über Krebs, seine Ätiologie (Entstehung) und Pathogenese (Entwicklung und Verlauf) und seine Therapie (Heilung) darzulegen. Er hörte mir sehr geduldig und auch interessiert zu, gestand dann aber ein, daß im Medizin-Studium an der Universität dies nicht gelehrt werde und er nur das wisse und auch anwenden könne, was er dort gelernt habe. Die Begriffe „Amygdalin“ und „Vitamin B 17“ habe er zwar ´mal gehört, aber er wisse nichts darüber; die Begriffe „Trophoblasten-These“ und „Laetril“ kenne er überhaupt nicht.
Ich möchte betonen, daß der Oberarzt sehr geduldig, offen, wohlwollend und interessiert war; auch war seine ehrliche Absicht zu helfen deutlich spürbar. Er wirkte weder arrogant noch aggressiv noch gekränkt noch verlegen. Ich äußerte ihm gegenüber ausdrücklich, daß ich das wohl wahrgenommen hätte, bedankte mich sehr und versicherte ihm, daß ich dies zu schätzen und zu würdigen wisse. Er lächelte sehr nett und bedankte sich ebenfalls. Wir verblieben dann so, daß ich mir bis zum nächsten Morgen Bedenkzeit ausbat und ihm dann meine Entscheidung mitteilen würde. Insgesamt hatte er sich mir länger als eine Stunde gewidmet.
Sehr früh am nächsten Morgen kontaktierte ich telephonisch Herrn Domhardt und schilderte ihm die Situation. Er schlug als Kompromiß vor, die Computer-Tomographie machen zu lassen, aber alle anderen, invasiven Verfahren nicht. Ich ließ mich von ihm überzeugen, änderte meinen Entschluß und ließ meine revidierte Entscheidung dem Oberarzt ausrichten. Kurz darauf wurde ich zur CT bestellt. Ich sprach noch einmal kurz mit dem zuständigen Mediziner, der mir sagte, daß die Klinik eines der neuesten Geräte habe, deren Strahlen-Belastung „nur“ noch das 500fache einer „normalen“ Röntgen-Aufnahme betrage. Er klärte mich auch über die Möglichkeit eines lebensgefährlichen anaphylaktischen Schocks durch das intravenös gespritzte Kontrastmittel auf und betonte, daß für diesen sehr, sehr seltenen Fall alle Vorsorgemaßnahmen getroffen seien. Kurz und klein: alles verlief ohne Komplikationen.
Als Ergebnis wurde mir dann am nächsten Tag mitgeteilt, daß die Achseln, die Milz und die Leistengegenden noch frei von Knoten seien. Insofern war es ganz gut, daß ich mich doch noch zu der CT entschlossen hatte, denn deren Befund war beruhigend und erleichternd. Doch vorher sollten nun noch einer der kleineren Knoten an meinem Hals operativ komplett entfernt und von dem größten Knoten eine Gewebsprobe zwecks genauer Analyse im Labor entnommen werden. Außerdem sollten eine Punktion des Beckenkamms gemacht und zudem ein Zylinder aus dem Beckenkamm gefräst werden, um festzustellen, ob das Knochenmark Metastasen enthielt. Das lehnte ich natürlich aus nun einleuchtenden Gründen kategorisch ab.
Wieder versuchten die Stationsärztin und der Oberarzt, mich ruhig, aber eindringlich umzustimmen. Sie argumentierten, daß die Biopsien unbedingt nötig seien, um die Art und den Typus meines Lymphoms bestimmen und die Medikamente genau darauf abstimmen zu können. Doch ich entgegnete, daß ich mich sowieso auf gar keinen Fall einer schul-medizinischen Behandlung unterziehen werde und dies deshalb gar nicht zu wissen brauche. Da »Krebs« eine einheitliche, chronisch-systemische Stoffwechsel-Mangel-Erkrankung und ein Tumor lediglich ein Symptom im Endstadium dieser Krankheit ist, genügt es zu wissen, daß man überhaupt Krebs hat, um mit einer naturheilkundlichen Therapie beginnen zu können
Das ist auch der Unterschied zwischen der modernen Schulmedizin und der klassischen Naturheilkunde: die Schulmedizin „stürzt“ sich sozusagen nur auf das Symptom, den Tumor, und will es mit allen Mitteln beseitigen; gelingt ihr das, nennt sie das „Heilung“. Dabei scheint ihr nicht bewußt zu sein oder sie nicht zu interessieren, daß ihre Diagnose-Methoden und Therapie-Mittel selber hochgradig kanzerogen / karzinogen (krebserregend) sind. Die Naturheilkunde hingegen kümmert sich zunächst gar nicht um den Tumor, sondern sucht die Ursachen und versucht, diese zu beheben sowie den gesamten Organismus in die Lage zu versetzen, sich selber zu heilen, indem sie ihn entgiftet, Mängel ausgleicht und das Immun-System stärkt. Erst und nur dann, wenn der Tumor lebenswichtige Funktionen hemmt oder blockiert, muß er natürlich entfernt werden. Das wird dann selbstverständlich der Schulmedizin überlassen, denn die Chirurgie ist das einzige Feld, auf dem sie wirklich gut ist.
Ich ließ mich also nicht umstimmen und teilte den beiden Ärzten mit, daß ich am folgenden Tag die Klinik auf eigenen Wusch und auf eigene Verantwortung verlassen wollte, weil ansonsten nach deren Aussagen keine anderen Diagnose-Maßnahmen vorgesehen waren. Zwar wollten die Ärzte möglichst sofort mit einer Chemo-Therapie beginnen, doch dafür wiederum hätten sie die Ergebnisse der Analyse der Gewebeproben benötigt, deren Entnahme ich ja abgelehnt hatte; außerdem wollte ich mich ja auch keiner Chemo-Therapie unterziehen. Auf meinen Wunsch hin wurde ich noch der Hals- / Nasen- / Ohren-Ärztin vorgestellt, die ein Herdgeschehen im Unterkiefer feststellte und bestätigte (zwei tote Zähne waren noch „drin“).
Am nächsten Tag holte mich der Oberarzt noch einmal in sein Büro und versuchte, mich zusammen mit dem leitenden Oberarzt, einem graumelierten Deutschen in mittlerem Alter, doch noch umzustimmen. Sie zeigten mir die Bilder der Sonographie und der CT am Monitor und erklärten und erläuterten sie mir. Wieder argumentierten beide Ärzte sehr ruhig und freundlich, aber auch sehr eindringlich. Und wieder schafften sie es, mir vorübergehend etwas „angst und bange“ zu machen. Doch ich stellte erneut meine bewußte Meta-Reflexion an und wurde so sofort wieder souveräner Herr der Lage. Aber mir wurde auch sehr deutlich klar, daß eine „normale“, durchschnittliche Hausfrau, beispielsweise, sozusagen keine „Chance“ gegen die Argumente der beiden Ärzte hätte. Sie würde kapitulieren und resignieren, ihre Verantwortung abgeben und ihr Leben in die Hände der Ärzte legen – weil sie unwissend und damit abhängig wäre. Das ist fatal in des Wortes eigentlicher Bedeutung. Deshalb noch einmal: Informieren Sie sich umfassend und versetzen Sie sich in die Lage, sich selber ein Urteil bilden und eigene Entscheidungen treffen zu können! Es gibt keinen anderen Weg! Aber es gibt genug seriöse, kompetente, alternative, populärwissenschaftliche Literatur zu Krebs. (Eine Liste befindet sich im Anhang des letzten Teils meines Erfahrungsberichtes.)
Beide Ärzte nahmen sich wiederum sehr viel Zeit für mich, obwohl der leitende Oberarzt bereits Dienstschluß hatte. Eine gewisse Befremdung darüber, daß ich mir als Laie erlaubte, ihn als erfahrenen Onkologen belehren zu wollen, war ihm allerdings anzumerken; doch blieb er höflich und sachlich, was ich ihm hoch anrechnete. Er verließ dann auch unsere Gesprächsrunde, während der Oberarzt mich noch bat, eine Aktennotiz über den Abbruch der ärztlichen Behandlung auf meinen eigenen Wunsch und auf meine eigene Verantwortung zu unterschreiben. Dies tat ich selbstverständlich und bedankte mich noch einmal ausdrücklich für seine Bemühungen und die seiner Kollegen. Der Oberarzt versicherte mir, daß ich, sollte ich es mir doch noch anders überlegen, jederzeit wiederkommen dürfe und könne und dann auch sehr willkommen sei und nach bestem Wissen und Gewissen behandelt werden würde. Wir wechselten sogar noch einige private Worte und verabschiedeten uns dann sehr freundlich voneinander. Es war Donnerstagnachmittag, der 18. September, 16 Uhr.
Ich hatte vorher meinen Bekannten angerufen und gebeten, mich abzuholen. Als ich die Klinik verließ, wartete er bereits vor der Klinik auf mich, und wir fuhren nach Hause.
(Fortsetzung folgt)



