Gold stieg gestern in der Spitze um fast 80 USD. Noch eindrucksvoller war die Entwicklung bei Silber: +10% in der Spitze. EUR/ USD ruhig.
Von Commerzbank Commodity Research
Bei Gold und Silber kam es gestern im Tagesverlauf zu einer massiven Gegenbewegung. Nachdem Gold zu Handelsbeginn noch auf gut 1.140 USD je Feinunze gefallen war, stieg es im weiteren Handelsverlauf in der Spitze um fast 80 USD. Am Ende stand ein Plus von 3,8% zu Buche. Der Preis hält sich heute Morgen klar über der Marke von 1.200 USD je Feinunze.
Noch eindrucksvoller war die Entwicklung bei Silber. Der Preis rutschte am Morgen kurzzeitig bis auf 14,3 USD durch, was dem niedrigsten Niveau seit mehr als 5 Jahren entsprach. Umso ausgeprägter war die darauffolgende Gegenbewegung: Am Handelsende verzeichnete Silber einen Gewinn von 6,5% und notiert am Morgen bei knapp 16,5 USD je Feinunze.
Das Gold-Silber-Verhältnis stieg im Zuge dessen zunächst auf ein 6-Jahreshoch von 78 und fiel danach auf 73. Ausgelöst wurde die gestrige Preisbewegung, die u.E. technisch getrieben war, durch den zuletzt vorherrschenden übertrieben hohen Pessimismus der Marktteilnehmer. Auf dem Weg nach oben mussten gestern offenbar einige Short-Positionen geschlossen werden, um die Verluste nicht ausufern zu lassen, was die Preisanstiege zusätzlich verstärkte. Inwiefern dies nachhaltig ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Die Aufhebung eines Teils der Goldimportrestriktionen in Indien letzten Freitag könnte jedenfalls ein Schritt zu einer zukünftig wieder höheren physischen Goldnachfrage sein, die sich mittel- bis langfristig im Preis widerspiegeln sollte. Im Fahrwasser von Gold sollte auch Silber profitieren.
Die Schwankungen bei den Edelmetallen gingen ohne entsprechende Ausschläge bei den Währungen vonstatten. Der Euro notiert knapp unter 1,25 USD - ohne große Schwankungen.



