Für die Analysten, die sich mit der US-Ökonomie befassen, ist alles fein derzeit bei der US-Ökonomie. Schwache Einzelhandelsumsätze gestern? Kein Problem. Sinkende Renditen für US-Staatsanleihen? Der ...
Für die Analysten, die sich mit der US-Ökonomie befassen, ist alles fein derzeit bei der US-Ökonomie. Schwache Einzelhandelsumsätze gestern? Kein Problem. Sinkende Renditen für US-Staatsanleihen? Der Markt muss sich irren, es geht bald aufwärts auch bei den Stundenlöhnen, die beim letzten Arbeitsmarktbericht überraschenderweise gefallen waren. Die letzten Zahlen zu den Verbraucherausgaben in den USA, die so stark zurück gegangen waren wie seit einem Jahr nicht mehr? Alles temporär, so die Analysten, das wird schon wieder.
Auch der gefallene Ölpreis sowie die Schwäche der Rohstoffe insgesamt macht den Analysten wenig Sorge – gut für den US-Konsumenten, so der Tenor. Hat nichts mit geringerer Nachfrage zu tun, sondern lediglich mit dem gestiegenen Angebot an Öl.
Das gestern Abend veröffentlicte Beige Book, das eine Einschätzung der verschiedenen Fed-Distrikte zur Konjunktur wiedergibt, zeigt da ein etwas anderes Bild. Insbesondere in jenen Regionen, die eine starke Shale-Industrie haben (allen voran Texas und North Dakota) zeigen sich bereits erhebliche Bremsspuren.
Zudem hat der starke Rückgang der Rohstoffpreise insgesamt die Gewinnschätzungen für im S&P500 gelistete Unternehmen stark einbrechen lassen (siehe dazu unseren Artikel “Prognosen für Gewinne der US-Unternehmen sinken”)
Die letzten drei Male, als die Gewinnschätzungen für US-Unternehmen derart stark sanken, kam es in der Folge zu einer Rezession in den USA – aber diesmal ist sicher wieder alles anders:
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