Weil die Pegida am Montag in Dresden verboten wurde ist der Zulauf zu "Legida" heute um so größer: Organisatoren rechnen mit 60.000 Menschen. - "Aus der Verantwortung für die Sicherheit in der gesamten Stadt" schränkte das Ordnungsamt die Route ein. Zudem sind 19 Gegenveranstaltungen angemeldet.
In Dresden hatte Pegida 25.000 Menschen auf die Straße gebracht. In Leipzig rechnet man heute mit 40.000 Teilnehmern, die Legida-Organisatoren sprechen gar von 60000 Menschen, die heute auf die Straße gehen. Die Polizei plant einen der größten Einsätze seit der Wiedervereinigung.
Die Stadt Leipzig hat die Demonstrationsroute des örtlichen Pegida-Ablegers Legida stark eingeschränkt. Die Behörden wollen die Legida-Anhänger nicht auf der historische Strecke der Montagsdemonstrationen marschieren lassen.
Legida kündigte auf seiner Facebook-Seite Widerstand gegen die Entscheidung an:
"+++ Verbreitet das in ganz Deutschland+++ Zeigt morgen dem Roten Rathausfürsten, wer das Volk ist+++ Wir gehen morgen spazieren - Schluss mit Lügen und Intrigen!"
Nach Angaben der Stadt können die Organisatoren vor Gericht gegen sie vorgehen.
Die Organisatoren hatten auf dem gesamten Innenstadtring demonstrieren wollen, das Ordnungsamt genehmigte jedoch nur eine verkürzte Route und eine Kundgebung auf dem zentralen Augustusplatz.
"Aus der Verantwortung für die Sicherheit in der gesamten Stadt halte ich diese Auflage für verhältnismäßig", erklärte Oberbürgermeister Burkhard Jung. "Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ist durch die Auflage nicht unverhältnismäßig beeinträchtigt, sowohl eine Kundgebung als auch ein Aufzug ist möglich."
Das Ordnungsamt begründete die Auflage mit der massiven Gefährdungslage und der zu erwartenden Menschenmenge. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) erklärte, mit der Entscheidung sei das Grundrecht auf Meinungsfreiheit "nicht unverhältnismäßig beeinträchtigt". Sie sei ein sehr mildes Mittel im Vergleich zum Totalverbot.
Zur Legida-Demo werden nach Angaben des Leipziger Ordnungsamtes rund 40.000 Menschen erwartet. Zudem wurden 19 Gegenveranstaltungen angemeldet. Insgesamt rechnen die Behörden mit bis zu 100.000 Teilnehmern bei allen 20 Veranstaltungen.



