Nach dem griechischen Finanzminister droht nun auch der Verteidigungsminister damit, die EU mit Flüchtlingen zu fluten, falls kein Geld fließt. Wenn darunter Mitglieder der Terror-IS seien, dann sei Europa daran selbst schuld und müsse die Verantwortung tragen.
Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos (rechtspopulistischen Partei "Unabhängige Griechen") hat erneut damit gedroht, Reisepapiere an Migranten zu geben, damit diese nach Berlin gehen.
Er will damit neue Hilfsgelder aus der EU / Eurozone erzwingen. "Wenn Sie Griechenland einen Schlag versetzen, dann sollen sie wissen, dass [...] die Migranten Papiere bekommen und nach Berlin gehen". - Und wenn unter den Flüchtlingen auch Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sein sollten, sei Europa durch seine Haltung gegenüber Griechenland in der Schuldenfrage selbst dafür verantwortlich, sagte Kammenos. Kammenos Partei ist Juniorpartner in der Koalitionsregierung des linken Regierungschefs Alexis Tsipras.
Bereits vor gut einer Woche hatte Vize-Innenminister Giannis Panousis mit einer ähnlichen Äußerung für Aufsehen gesorgt. Unter anderem hatte die Deutsche Polizeigewerkschaft daraufhin gefordert, Griechenland notfalls aus dem Schengenraum auszuschließen.
Die Finanzminister der Eurozone kommen heute in Brüssel zusammen, um über die nächsten Schritte im Umgang mit dem Krisenland Griechenland zu beraten.



