AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

EZB: Deshalb fließen die Milliarden nicht direkt an die Menschen

Die EZB überschwemmt seit einigen Tagen europäische Banken mit virtuell erschaffenem Geld, dem sogenannten “gedruckten” Geld. Warum geht es an Banken, warum nicht an ...

Von Claudio Kummerfeld

Die EZB überschwemmt seit einigen Tagen europäische Banken mit virtuell erschaffenem Geld, dem sogenannten “gedruckten” Geld. Warum geht es an Banken, warum nicht an die Konsumenten? Deshalb fließen die EZB-Milliarden nicht direkt an die Menschen…

Was ist Quantitative Easing?

Dieses Fachwort klingt als hätte man es von “Raumschiff Enterprise” geklaut. Übersetzt bedeutet es “Quantitative Lockerung” oder noch einfacher gesagt “durch mehr vorhandenes Geld den Markt auflockern und beleben. Den Markt? Damit ist der Bankenmarkt gemeint, der laut alt hergebrachter Volkswirtschaftslehre dafür zuständig ist Verbraucher und Unternehmen mit Krediten zu versorgen. Diese Auflockerung geschieht so: Banken sind im Besitz von Staatsanleihen, weil sie Kundengelder oder überschüssige Liquidität irgendwo arbeiten lassen müssen. Jetzt kommt eine Notenbank und kauft ihnen diese Staatsanleihen ab, indem sie ihnen höhere Kurse anbietet. Praktischerweise sind diese Staatsanleihen oft problembehaftet, so dass die Banken auch gleich Risiken beseitigen können. Durch den Verkauf haben die Banken viel Cash, dass sie nun benutzen könnten oder besser gesagt benutzen sollen um es als Kredit an Verbraucher und Unternehmen auszugeben. Dadurch entsteht mehr Konsum, und durch Unternehmen werden mehr Investitionen getätigt, was zu mehr Arbeitsplätzen, mehr Wirtschaftswachstum, mehr Steuern führt… so die Theorie.

Die EZB

Die EZB kann als “Erschaffer und Verwalter” des Euro aus dem Nichts neues Geld drucken. In der Realität sieht das so aus, dass man einfach auf einem Bildschirm virtuell 60 Milliarden Euro pro Monat neu erschafft. Diese 60 Milliarden Euro sind sogenanntes Notenbank-Geld. Es wird zu “realem” Geld in dem Augenblick, wo die EZB damit an europäische Banken herantritt und ihnen ihre Staatsanleihen abkauft. Die Banken haben dann “reales” Cash auf ihren eigenen Konten, was sie real an Verbraucher und Unternehmen weiterreichen könnten, was wohl kaum oder fast gar nicht geschehen wird – an der Börse ist es doch viel einfacher anzulegen. Die EZB oder besser gesagt die einzelnen Notenbanken in den Mitgliedsländern des Euro sind jetzt im Besitz von Staatsanleihen, die sie irgendwann später wieder am Anleihemarkt verkaufen können, oder sie behalten sie bis zum Laufzeitende und erhalten so lange Zinsen und am Ende den Nominalwert zurück.

Geordneter “Rückbau”

Dadurch, dass die EZB und die einzelnen Notenbanken Staatsanleihen und auch Anleihen halbstaatlicher Institutionen halten, ist ein geordneter “Rückbau” der Geldschwemme möglich. Wenn man davon ausgeht, dass alle EU-Staaten ihre Staatsanleihen auch zurückzahlen (tun wir einfach mal so), zahlen die Schuldner an festen Stichtagen die Zinsen und am Ende der Laufzeit über ihre Abwicklungsbanken den Nominalwert automatisch zurück. Die EZB erhält Cash, dass sie vorher als Geldschwemme in den Markt gepumpt hat, zurück – die künstlich erschaffene und aufgeblähte Bilanz der EZB schrumpft dadurch geregelt wieder ein.

Die Verbraucher

Warum wird diese EZB-Geldschwemme nicht direkt an die Verbraucher, an die Menschen in der EU ausgeschüttet? Der Traum aller Linken. Geld entsteht aus dem Nichts und kommt den Menschen direkt zu Gute. Eigentlich eine tolle Idee. Jeder kann damit sofort was anfangen – ein Auto kaufen, einen neuen Fernseher kaufen, Reisen buchen, Gartenmöbel kaufen und und und… der Binnenkonsum in der EU würde rasch ansteigen… aber was wären die Folgen? Sollte die EZB diese 60 Milliarden Euro pro Monat quasi als “Schenkung” an die Menschen herausreichen? Oder als Kredit? Sollen 300 Millionen Menschen bei der EZB ein Verbraucherkreditdarlehen unterschreiben? Nicht praktikabel. Abgesehen davon würde der normale Bankensektor nicht mehr funktionieren. Und soll die EZB die größte Privatkundenkreditbank der Welt werden, und dann jahrelang bei 300 Millionen Menschen Kreditraten eintreiben? Nein, ein geordneter “Rückbau” der Geldschwemme wäre nicht möglich. Und außerdem: eine richtige (!) Inflation wäre die Folge, die keiner wirklich will.

Notenbank-Geld

Durch die Geldschwemme via “Notenbank”-Geld hat die EZB die Möglichkeit halbwegs kontrolliert die Geldmenge in Europa zu erhöhen und sie zu einem gegebenen Zeitpunkt kontrolliert zurückzufahren. Einfach so Geld drucken und an die Menschen verteilen wäre nichts anderes als kurzfristig “Freibier für alle”. Das produziert richtige Inflation, zerstört das Vertrauen in die Währung, und hilft niemandem langfristig weiter.

The post EZB: Deshalb fließen die Milliarden nicht direkt an die Menschen appeared first on finanzmarktwelt.de.

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse

Die energetische Sanierungsquote im deutschen Gebäudebestand ist im Jahr 2025 weiter gesunken und hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Das geht aus der Sanierungsquote 2025 hervor, die B+L Marktdaten [ ... ]

Rückkehrprogramm zieht mehr Asylsuchende an

Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Flüchtlinge mit finanzieller Hilfe aus Deutschland in ihr Heimatland zurückgekehrt.

2025 nutzten insgesamt 16.576 Geflüchtete die Möglichkeit, mit [ ... ]

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), ist offen für die Forderung des Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, einen europäischen [ ... ]

Hilfsorganisationen fordern mehr Geld für globale Gesundheit

Christliche Hilfsorganisationen fordern von der Bundesregierung ein Jahr nach dem USAID-Kahlschlag mehr Geld für die globale Gesundheit.

Die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks Brot für [ ... ]

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den deutschen Handballern nach dem verlorenen EM-Finale trotzdem gratuliert - und zwar persönlich in der Kabine.

Das Bundespresseamt verbreitete am Sonntagabend [ ... ]

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder fordert, dass die Arbeitnehmer in Deutschland insgesamt mehr arbeiten sollen.

In der ARD sagte er am Sonntag: "Eine Stunde mehr Arbeit [ ... ]

Borussia Dortmund hat am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim mit 3:2 gewonnen.

Die Partie begann mit einer frühen Führung für Dortmund durch Waldemar Anton, [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.