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DRK macht Kasse beim Impfen

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) nahm im Impfzentrum Friesland offenbar mehr als 50.000 Euro im Monat an Lohnkosten ein, die nicht an die Mitarbeiter ausgezahlt wurden.

Nach SPIEGEL-Informationen hatte der DRK-Kreisverband Jeverland mit dem Landkreis einen Stundenlohn vereinbart, der bis zu dreimal so hoch war wie die tatsächlich an die Mitarbeiter in Schortens ausgezahlten Gehälter. Eine Verwaltungsangestellte verdiente laut Gehaltsabrechnung, die dem SPIEGEL vorliegt, im Juli 2152 Euro brutto, wovon ihr nach Abzug der Nebenkosten 1502 Euro blieben. Dem Landkreis stellte das Rote Kreuz für sie allerdings 6566 Euro in Rechnung.

So konnte das DRK laut Vertrag für »impffähiges« Personal wie examinierte Krankenschwestern und Arzthelfer sogar 8294 Euro im Monat abrechnen. Der Bruttolohn für 160 Stunden im Monat betrug laut einer Gehaltsabrechnung, die dem SPIEGEL vorliegt, 3000 Euro. Ausgezahlt bekam die Angestellte nach Abzug der Sozialabgaben und Steuern 2000 Euro.

Landrat Sven Ambroy sagte dem SPIEGEL, er hätte sich gewünscht, »dass mehr bei den Leuten vom Impfzentrum ankommt«. Ein Sprecher des Sozialministeriums in Hannover teilte mit: »Aus unserer Sicht sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass die gegenüber dem Landkreis geltend gemachten Stundensätze im Grundsatz auch der Entlohnung der Beschäftigten entsprechen.« Das DRK ließ eine Anfrage des SPIEGEL unbeantwortet.

 

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