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Flucht aus Euro: Die Draghi Droge wirkt

Während die schleichende Enteignung durch den Euro per Abwertung weitergeht, scheint die EZB-Geldschwemme Banken und Börse gut zu bekommen. Doch nur wenige können davon profitieren.

 

Von Michael Mross

Der Abwärtstrend beim Euro scheint weiterzugehen. Die gewollte Abwertung der Gemeinschaftswährung soll die Wirtschaft in den PIGSF-Staaten ankurbeln. Ob das gelingt, ist fraglich.

Gemessen an den Höchstkursen letztes Jahr hat der Euro fast ein Viertel an Wert gegen Dollar eingebüßt. Das ist rekordverdächtig. Damit verhält sich der Euro wie ein Drittweltwährung. Schlimmer noch: die meisten Junkwährungen sind gegen Euro sogar gestiegen.

Der Euro fällt nicht nur, weil die EZB-Gelddruckmaschine auf Hochtouren läuft. Der Euro fällt auch, weil immer mehr Anleger aus dem Euro fliehen. Und diese Flucht aus dem Euro scheint gerade erst begonnen zu haben.

Die Börsen dagegen feiern neue Höchststände. Dieses Phänomen kennt man aus Zimbabwe. Währungsabwertung führt zu Kursexzessen. Der DAX ist seit Oktober um 50% gestiegen. Auch das ist rekordverdächtig. Selbst die Banken konnten dieses Jahr 20% zulegen. Das ist gut für alle, die investiert sind. Doch die breite Masse verliert ihr Geld.

Nur wenige Anleger sind in Aktien. Deshalb sind die meisten Verlierer. Wer sein Geld in Euro-Cash gebunkert hat, verliert fast jeden Tag.

Das tut am Anfang gar nicht weh, denn wenn eine Währung an Außenwert verliert, merkt man es im Inland nicht sofort. Doch die Rechnung kommt später und sie kommt sicher. Sie wird spürbar sein für alle, die für die Rente sparen oder Lebensversicherungen abgeschlossen haben.

Da fällt mir  ein Versprechen von Helmut Kohl ein: "Der Euro wird so stark sein wie die DMark". - Was für ein Hohn. Unter DMark wäre so ein Währungscrash niemals passiert. Die deutsche Währung hätte konstant aufgewertet und somit das Volksvermögen der Deutschen kontinuierlich erhöht.

Jetzt sitzen wir alle gemeinsam im Euro-Boot und das hat viele Lecks. Es droht unterzugehen. Das war vorauszusehen.

Wie sagte doch ein Experte noch vor wenigen Jahren: "Der Euro ist das größte Betrugssystem der Menschheitsgeschichte in Friedenszeiten" - dem ist nichts hinzuzufügen.

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