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Ausländer fluten Euro mit Bonds

Wegen niedriger Zinsen: Im vergangenen Monat wurde die Rekordsumme von 60 Mrd. Euro an Investment-Grade-Unternehmensbonds emittiert. 65% davon kamen von Firmen aus Übersee, so eine Studie von Bank of America/Merrill Lynch.

 

Börsen-Zeitung: Die tägliche Rekordjagd, Marktkommentar von Kai Johannsen

Fast kein Tag vergeht derzeit an den europäischen Finanzmärkten, an dem nicht ein Rekord vermeldet werden kann. Da ist zunächst der Zinsbereich. Die zehnjährige Bundrendite fiel in der abgelaufenen Woche bis auf 0,14%. Die Zinsexperten der Commerzbank titelten hierzu am Freitag: "Der ,Null'-Wasserpegel erreicht den Vorgarten zehnjähriger Bundesanleihen." Ganz recht. Um im Bild zu bleiben: Da die Bundkurve insgesamt immer weiter fällt, schwappt die Welle negativer Renditen immer höher. Am Donnerstag war zu beobachten, dass bis hin zu acht Jahren Fälligkeit alles im roten Bereich ist, also eine negative Rendite aufweist. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis neun Jahre und dann auch zehn Jahre Laufzeit den Nullpunkt erreichen bzw. darunter fallen.

Rekorde gibt es damit auch am kurzen Ende: Bei der Versteigerung zweijähriger Bundesschatzanweisungen konnte Vater Staat wieder beim Schuldenmachen Geld verdienen. Zu minus 0,28% gingen die Papiere an die Anleger, so viel bekam er zuvor in einer Auktion noch nie. Aber nicht nur bei sicheren Papieren sind Negativzinsen zu beobachten, mittlerweile ist auch Spanien - ehemals ein Krisenland - beim Minuszeichen vor der Rendite angekommen, verständlicherweise erst bei den Kurzläufern.

100 Jahre aus Mexiko

Solche niedrige Zinsen bleiben den Emittenten rund um den Globus natürlich nicht verborgen. In Scharen werden sie vom Niedrigrenditeumfeld der Eurozone und damit der Jagd der Anleger nach einigen Basispunkten Ertrag angelockt. Mexiko brachte in den vergangenen Tagen den ersten 100-jährigen Bond des Landes in der Gemeinschaftswährung. Mehr als 6 Mrd. Euro an Ordervolumen sollen vorgelegen haben; da waren 1,5 Mrd. Euro Bondvolumen keine Schwierigkeit. Und was zahlte Mexiko? 4,2% gab's noch, nachdem der Titel zuvor mit Renditevorgaben von 4,5% und anschließend 4,25% vermarktet worden war. Solche Zinsen ließen sich auch mal mit Bundesanleihen verdienen, ist aber schon ein wenig her. Beim Ausbruch der Subprime-Krise im Juli 2007 waren es rund 4,70%. Allerdings war das bei den zehnjährigen Bundesanleihen mit Top-Bonität Triple-A. Heute sind es 55 Basispunkte weniger beim Triple-B-Emittenten Mexiko und zehn Mal längerer Laufzeit wohlgemerkt.

Noch eine Rekordmarke gefällig? Im vergangenen Monat wurde die Rekordsumme von 60 Mrd. Euro an Investment-Grade-Unternehmensbonds emittiert. 65% davon kamen von Firmen aus Übersee, so eine Studie von Bank of America/Merrill Lynch. Angelockt werden US-Unternehmen von den niedrigen Anleiherenditen. Im Schnitt müssen Investment-Grade- und Ramsch-Adressen hier rund zwei Prozentpunkte weniger als am US-Markt bezahlen. Das lohnt sich.

Das sind alles Auswirkungen des Quantitative Easing (QE) der Europäischen Zentralbank (EZB). Dieses QE hat schon vor Beginn der effektiven Käufe Wirkung gezeigt, hinterlässt aber auch jetzt tiefe Spuren am Markt. Und dabei ist zu berücksichtigen, dass QE erst einen Monat tatsächlich läuft. Angetrieben werden nicht nur die Rentenmärkte, sondern auch die Aktien. Der Dax zeigt eine enorme Performance in diesem Jahr. Am Freitag kletterte er auf das Rekordhoch von 12.391 Zählern.

Und diese Rekordjagd an den Märkten könnte durchaus noch ein wenig befeuert werden. Zum einen durch das laufende QE der EZB, das ja nicht morgen zu Ende sein wird, sondern laut Plan bis September 2016 geht. Die Liquiditätsschwemme, die Aktien und Bonds auf Rekordwerte treibt, könnte auch durch die US-Notenbank Fed noch einmal stimuliert werden, nämlich dann, wenn die Fed vom Monat Juni als ersten Zinsanhebungszeitpunkt Abstand nehmen muss. Darauf deutet zumindest der schwache Arbeitsmarktbericht für März. Lediglich in etwa halb so viele neue Arbeitsplätze wie von Volkswirten erwartet wurden im Quartalsendmonat geschaffen. Das ist alles andere als robust. Nun wird die Fed wahrscheinlich erst einmal wieder abwarten wollen, bis sich hier wieder kräftigere Signale in Sachen Beschäftigtenaufbau einstellen.

Und auch innerhalb der Fed werden die Stimmen lauter, es mit der Straffung der geldpolitischen Zügel langsam angehen zu lassen. Manch einer - wie etwa Narayana Kocherlakota von der Fed von Minneapolis - vertritt die Meinung, es für dieses Jahr komplett sein zu lassen. Dazu könnte es durchaus kommen, nämlich dann, wenn der starke Dollar (gut 12% Aufwertung gegenüber dem Euro in diesem Jahr) den Exporten der US-Unternehmen zu schaffen macht. Er wirkt ohnehin schon wie Zinsanhebung. Dem will mancher Fed-Vertreter nicht noch eine oben draufsetzen.

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