Trotz Rückzug aus dem Vorstand betont Henkel, dass er sich weiterhin mit aller Kraft für die Partei einsetzen werde. „Nach Hamburg gilt es jetzt, auch in Bremen zu zeigen, dass die AfD in ihrem Vormarsch nicht zu stoppen ist."
Hans-Olaf Henkel, stellvertretender Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD), hat seinen Rückzug aus dem Bundesvorstand bekannt gegeben.
Henkel begründete seine Entscheidung damit, dass einige Mitglieder des Bundesvorstandes den von der eigenen Partei proklamierten „Mut zur Wahrheit“ bei der Aufklärung der Vorwürfe gegen den NRW-Landesvorsitzenden Pretzell nicht aufgebracht hätten. Stattdessen hätten sie die von ihnen selbst eingesetzten Sonderprüfer nach Vorlage ihres Berichts diskreditiert. Eine Vorstandskollegin hätte mehrfach in auffälliger Weise zugunsten der betroffenen Person interveniert. "Hätte ein Politiker einer anderen Partei die Öffentlichkeit so oft mit Falschaussagen in die Irre geführt, wie hier der Fall, hätte nicht nur jeder von uns den sofortigen Rückzug dieses Politikers gefordert, er wäre längst zurückgetreten", meinte Henkel.
„Ich hoffe immer noch, dass wir unterschiedliche Auffassungen über den Kurs der Partei durch direkte Mitwirkung unserer Mitglieder überbrücken oder beilegen können.“ Dazu wäre nach Henkels Auffassung der geplante Mitgliederentscheid ein guter Weg. Henkel betonte, dass er sich weiterhin mit aller Kraft für die Partei einsetzen werde. „Nach Hamburg gilt es jetzt, auch in Bremen zu zeigen, dass die AfD in ihrem Vormarsch nicht zu stoppen ist. Bei der Auftaktveranstaltung am letzten Freitag haben der Spitzenkandidat Schäfer und ich viel Zuversicht in unseren Bremer Reihen gespürt.“



