Ab 2018 wird das automatische Notrufsystem eCall in allen neuen Pkw-Modellen in der EU zur Pflicht. Brüssel argumentiert mit "Lebensrettung". Dass das neue System neben der Maut zur Totalüberwachung führt und die Autos teurer macht, wird verschwiegen. - Wieder ein Sieg der Lobbyisten.
Aufgrund einer neuen EU-Verordnung müssen ab Januar 2018 alle Neuwagen mit dem automatischen Notrufsystem "eCall" ausgestattet sein. Die Crash-Sensoren des Systems erkennen einen Unfall und setzen automatisch einen Notruf an die nächstgelegene Notrufzentrale ab.
Orwell für Autofahrer: Das System übermittelt automatisch unter anderem Standortdaten, Unfallzeitpunkt die Zahl der Insassen und die Art des Treibstoffs zur nächsten Rettungsleitstelle. Hierfür hat das eCall-System eine Mobilfunkeinheit, einem GPS-Empfänger und einen Antennenanschluss.
eCall soll helfen, die Zahl der Verkehrstoten in der EU merklich zu senken, argumentiert Brüssel. Wer kann da schon "nein" sagen? Da nehmen wir doch die Totalüberwachung gern in Kauf. "Für den Verbraucher wird dieser Service kostenfrei sein", sagt die EU. Aber wie lange wohl?
2014 sind etwa 25.700 Menschen bei Verkehrsunfällen in Europa gestorben. Durch den sofortigen Alarm im Falle eines Unfalls und die Kenntnis vom genauen Unfallort könne die Reaktionszeit der Rettungskräfte um bis zu 50 Prozent in ländlichen und bis zu 40 Prozent in städtischen Gebieten reduziert werden, sagt die EU-Kommission.
Das ist ja schön und gut für jene, die sich sowas freiwillig einbauen wollen. Aber "freiwillig" gibt es im in der Glühbirnenverbot-Staubsaugerverordnungs-Union natürlich nicht. Und die Autozubehörindustrie, welche die EU-Bonzen entsprechend geschmiert haben, freuen sich schon auf ein schönes Zusatzgeschäft. Denn das eCall-System kostet bis zu 1000 Euro extra. Den Untertanen wird es als wichtiges Sicherheits-Feature verkauft. Wer will das nicht?
Was allerdings verschwiegen wird: mit dem System lässt sich auch jedes Auto orten. Auch die Parameter wie Geschwindigkeit etc. könnten möglicherweise übermittelt werden. Eine Art Live-Black-Box für jedes Vehikel. Denn selbstverständlich ist mit dem neuen System ein Auto nicht nur bei einem Unglück ortbar, sondern immer.
Schöne neue EU-Welt. Doch die Sklaven akzeptieren es ohne Murren. Es geht ja angeblich um einen guten Zweck: Schnelle Hilfe beim Unfall. Und wer will das nicht? Dass dabei gleichzeitig auch die Totalüberwachung jedes Fahrzeugs erforderlich ist, steht nur im Kleingedruckten. Und wer liest das schon?



