AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

Unser Börsen-Club: +1033%, +484%, +366%: Schau dir die Gewinnerliste an.

Börsen: Atempause oder Crash?

Ist sie endlich da, die schon seit geraumer Zeit prognostizierte Konsolidierung des Index? Mit einer gewissen Erleichterung dürften manche Experten das derzeitige Treiben am Aktienmarkt verfolgen. - Zykliker, Autos, Banken mit Korrektur.

 

Börsen-Zeitung: Überfällige Atempause, ein Marktkommentar von Christopher Kalbhenn

Mit einer gewissen Erleichterung dürften manche Experten das derzeitige Treiben am Aktienmarkt verfolgen. Denn die rasante und zudem bereits von einem deutlich gestiegenen Niveau aus gestartete Hausse des Dax seit dem Jahresbeginn hat den einen oder anderen Strategen bereits an der Aussagekraft seiner fundamentalen Werkzeuge zweifeln lassen. Nun aber ist sie endlich da, die schon seit geraumer Zeit prognostizierte Konsolidierung des Index.

Es ist eine überfällige Atempause des Marktes, und auch eine willkommene. Schließlich drohte er sich immer weiter von der fundamentalen Realität abzukoppeln. Zwar gehört es zum Geschäft, dass die Kurse gelegentlich deutlicher steigen - oder auch fallen -, als aufgrund fundamentaler Fakten angesagt zu sein scheint. Genauso richtig ist aber auch, dass mit jedem weiteren Hunderter im Index die Gefahr empfindlicher Rückschläge gestiegen wäre. Deutlich zeigt sich dies unter anderem in dem sehr hohen Abstand des Index zu seiner 200-Tage-Linie, auf den der Chefanlagestratege der Bethmann Bank im Interview in dieser Ausgabe hinweist.

 

Zwei Treiber verloren

Neben Gewinnmitnahmen kann die Atempause aber durchaus zum Teil auch fundamental erklärt werden. Zwei Treiber der Hausse des Dax waren der Verfall der Ölpreise und insbesondere der Marsch des Euro-Dollar-Wechselkurses Richtung Parität. Nicht von ungefähr gehörten etwa die Automobilherstelleraktien zu den großen Rasern der Rally. Seit Mitte Januar zeigen die Ölpreise jedoch mit einem Gewinn von bis zu 45% (Brent) eine der stärksten Erholungsbewegungen ihrer Geschichte, und die Talfahrt des Euro ist stehen geblieben. Wenig überraschend haben sich die Aktien des Automobilsektors zuletzt spürbar von ihren Höchstständen wieder entfernt. Die Rally hat zumindest vorläufig zwei ihrer Treiber verloren. Auch Bankaktien wie Deutsche Bank oder Commerzbank mit spürbaren Verlusten.

 

Die Atempause ist noch auf eine andere Weise willkommen. Auch viele Investoren, die an der Rally nicht oder unzureichend teilgenommen haben und damit unter Performance-Druck geraten sind, haben sehnlichst auf eine Korrektur bzw. Einstiegsgelegenheiten auf niedrigerem Niveau gewartet. Auf den fahrenden Zug noch aufzuspringen, fiel ihnen zuletzt immer schwerer, weil sie befürchteten, am Top einzusteigen.

 

Wann bzw. auf welchem Niveau sie Engagements am Aktienmarkt eingehen bzw. aufstocken werden, ist schwer zu prognostizieren. Ihr Anlagebedarf spricht aber dafür, dass das Abwärtspotenzial des Dax derzeit eher begrenzt sein dürfte und auch noch die Chance besteht, dass der Index noch weitere Höchststände erklimmt. Denn es mangelt schlichtweg an Alternativen. Investoren werden wahrscheinlich demnächst auch bei zehnjährigen Bundesanleihen das zweifelhafte Vergnügen haben, dem deutschen Staat einen kleinen Obolus dafür zu entrichten, dass sie ihm Geld leihen. Aber auch bei den an zwei Händen abzählbaren Basispunkten, die sie derzeit noch als Kuponrendite abwerfen, sind die vermeintlich sicheren Papiere nicht gerade attraktiv.

 

Notenbanken bleiben locker

Zudem bleibt - und das wiegt schwerer als die wahrscheinlich vorübergehenden Gegenbewegungen von Öl und Euro - mit der ultralockeren Geldpolitik bis auf Weiteres der entscheidende Impuls, der die Aktienmärkte seit Jahren treibt, erhalten. Die Europäische Zentralbank hat gerade erst ihre quantitative Lockerung, d.h. die Anleihekäufe in Höhe von monatlich 60 Mrd. Euro, gestartet. In Japan stehen die Währungshüter weiter stramm auf dem Gaspedal.

 

Mehr noch: In den Vereinigten Staaten scheint sich die erste Erhöhung der Fed Funds Rate zu verzögern, weil die Konjunktur nicht mehr ganz so rund zu laufen scheint, unter anderem weil der deutlich gestiegene Außenwert des Dollar seinen Tribut fordert. Und in China, das aufgrund der Anbindung des Yuan an die amerikanische Währung bislang gemeinsam mit den USA die Lasten der monetären Lockerungsorgie, d.h. des weltweiten Abwertungswettlaufs, trägt, haben die Behörden Maßnahmen ergriffen, um der empfindlichen Wachstumsabkühlung Herr zu werden. Experten gehen davon aus, dass dies, darunter zuletzt die überraschend deutliche Senkung des Mindestreservesatzes um 100 Basispunkte, erst der Anfang einer ganzen Serie von Maßnahmen zu Stützung bzw. Ankurbelung des Wachstums war.

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube

Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

 

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
bc1qwfruyent833vud6vmyhdp2t2ejnftjveutawec

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

Aktuelle Presse

Der Arbeitsmarktforscher Enzo Weber hat den Vorschlag von CSU-Chef Markus Söder nach einer Stunde Mehrarbeit pro Woche kritisiert. "Aufgabe von Politik ist es nicht, den Menschen Ansagen zu machen, [ ... ]

Mehrere Festnahmen wegen russischer Embargoverstöße

Die Bundesanwaltschaft hat am Montag fünf Personen wegen mutmaßlicher russischer Embargoverstöße festnehmen lassen. Die Festnahmen erfolgten aufgrund von Haftbefehlen des Ermittlungsrichters [ ... ]

Die Mehrheit der Senioren in Deutschland sieht digitale Gesundheitsangebote als große Chance. In einer Erhebung des IT-Branchenverbandes Bitkom gaben 92 Prozent der Senioren ab 65 Jahren an, der Digitalisierung [ ... ]

Die dts Nachrichtenagentur in Halle (Saale) verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Karlsruhe: Bundesanwaltschaft meldet Festnahmen wegen russischer Embargoverstößen. Die Redaktion bearbeitet [ ... ]

Für die SPD gehen die Forderungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach einer Stunde mehr Arbeit pro Woche in die falsche Richtung. Sie finde das ehrlich gesagt fragwürdig, [ ... ]

Gaza-Grenzübergang Rafah für Personenverkehr geöffnet

Der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten hat nach fast einem Jahr teilweise wieder den Betrieb aufgenommen. Nach israelischen Angaben wurde der Übergang für die [ ... ]

Bierabsatz sinkt auf historischen Tiefstand

Der Bierabsatz der deutschen Brauereien und Bierlager ist im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Prozent oder 497,1 Millionen Liter auf rund 7,8 Milliarden Liter gesunken. Wie das Statistische Bundesamt [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.